| Werke von Matton erstmals in Deutschland zu sehen |
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| Sonntag, 13. Dezember 2009 um 13:03 Uhr | ||
Jena (dpa/th) - Ob die melancholische Tristesse eines Badezimmers, das Arbeitszimmer von Sigmund Freud oder die Bibliothek zu Babel: Die Miniaturarbeiten des französischen Künstlers Charles Matton (1933- 2008) entführen den Betrachter in eigenwillige, imaginäre Welten. Die Kunstsammlung Jena zeigt seit Samstag erstmals in Deutschland Werke von Matton, der Maler, Plastiker, Regisseur und Drehbuchautor war.
Ausgestellt sind in der Saalestadt 16 seiner einem Bühnenbild- Modell ähnelnden Boxen und etwa 50 Fotografien. Dazu werden während der gesamten Laufzeit der Schau bis zum 21. Februar Filme gezeigt. Matton drehte unter anderem «Rembrandt» mit Klaus-Maria Brandauer in der Hauptrolle. Die ersten seiner zahlreichen Boxen hatte er Mitte der 80er Jahre geschaffen.
Bei seinen detailreichen Miniaturkästen ließ er sich von realen Räumen inspirieren. So dienten Fotos der Ateliers von Francis Bacon oder Alberto Giacometti als Vorlage für die Ausstattung verschiedener Boxen. Viele entspringen aber auch der lebhaften Fantasie des Künstlers. Für ihn waren die Räume, wie er sagte, Orte zur Aufbewahrung und Ablage seiner Erinnerungen. So sitzt beispielsweise in der Box «Debussy-Pois-son dOr» der Sohn des Künstlers musizierend am Flügel.
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