| Grünes Gewölbe gibt Werke an Grassi Museum zurück |
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| Dienstag, 15. Dezember 2009 um 10:04 Uhr | ||
Dresden/Leipzig (dpa/sn) - Das Dresdner Grüne Gewölbe gibt 19 Werke an das Leipziger Grassi Museum zurück. Sie wurden bei der Recherche der Herkunft von Kunstgegenständen ausfindig gemacht und anhand von Inventareinträgen und Fotografien eindeutig zugeordnet, teilten die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden am Montag mit. Es seien Stücke aus dem 15. bis 19. Jahrhundert, die aus dem Leipziger Bestand nach dem Zweiten Weltkrieg nach Russland gebracht und bei der Rückkehr offenbar falsch zugeordnet wurden, sagte der Direktor des Grünen Gewölbes, Dirk Syndram, der dpa. Dazu gehörten ein Kasten, eine Dose, ein Kruzifix, ein Pokal und ein Relief aus Elfenbein, eine Gürtelschnalle aus Messing, Besteck oder eine bronzene Brunnenmaske.
Erst vor knapp zwei Wochen hatten die Kunstsammlungen der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha (Thüringen) 13 bisher als Kriegsverluste geltende Kunstwerke aus dem Depot des Grünen Gewölbes zurückgegeben. Die Kunstsammlungen lassen seit Mitte 2008 ihren gesamten Bestand von Provenienzforschern in einer Datenbank erfassen, inventarisieren und fragwürdige Herkünfte aufklären. Eine der Prämissen des staatlich finanzierten «Daphne»-Projekts ist es, bei Zugängen seit 1933 zu prüfen, ob es sich möglicherweise um Kunstwerke handelt, die ihren jüdischen Eigentümern entzogen oder geraubt wurden. Deutschland hatte sich mit Unterzeichnung der «Washingtoner Erklärung» zur Herausgabe von durch die Nazis beschlagnahmten Kunstobjekten verpflichtet.
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