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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




artefacti® - Dies ist der Onlineshop des Altenburger Künstlers Michael Külbel. Hier können Sie die abstrakte Kunst des Künstlers direkt erwerben. Jedes Bild ein Unikat. Kein Bild wird mehrfach angefertigt. Der Künstler verfügt über eine aussagekräftige Vita, hatte zahlreiche Ausstellungen und einige Großprojekte. Mehr über den Künstler und seine abstrakte Kunst erfahren Sie auf seiner website www.mk4art.de

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Kunst & Kultur

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20 Jahre Deutsche Einheit 1989 – 2009 Kunst im Schatten der Grenze PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 17. Dezember 2009 um 05:52 Uhr

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Nur noch bis 10. Januar 2010
20 Jahre Deutsche Einheit 1989 – 2009
Kunst im Schatten der Grenze
Kunsthalle Schweinfurt
im ehemaligen Ernst-Sachs-Bad
Öffentliche Führung mit der Kuratorin der Ausstellung, Andrea Brandl M.A., am Samstag 9. 1. 2010, 11 Uhr

 
 


Schweinfurt ist durch seine Lage im ehemaligen Zonenrandgebiet - im Schatten der Grenze - von der Wiedervereinigung in besonderer Weise betroffen. Zum benachbarten Thüringen hat man bereits im November 1989 rasch wieder Kontakte geknüpft. „Nur mal schauen, wie es bei euch ist“, nur ein spontaner Ausspruch unter hunderten eines ehemaligen DDR-Bürgers, der in der Nacht zum Freitag die Gunst der Stunde nutze. Um 3.40 Uhr rollte der erste Trabbi am 10. November ohne Kontrolle über die thüringisch-bayerische Landesgrenze. Zahlreiche Banken, Firmen und Geschäfte errichteten Filialen im südlichen Thüringen. Die Bürger reaktivierten auch auf kultureller Ebene alte Beziehungen auf unterschiedlichste Weise.

 

Kunsthalle deutsche einheit 

 

Vor diesem Hintergrund ist das Ausstellungsprojekt „20 Jahre Deutsche Einheit 1989 – 2009“ entstanden und will Grenzerfahrung sowie Grenzüberschreitung im Spiegel der Kunst dies- und jenseits der einstigen Grenzlinie darstellen. Gemeinsames Merkmal der ausgestellten Arbeiten ist die offenkundige wie hintergründige künstlerische, meist sehr emotionale Auseinandersetzung mit und die Reaktion auf die geschichtlich-gesellschaftlichen Veränderungen, die der Mauerbau, der Kalte Krieg und die Wiedervereinigung 1989 hervorgerufen haben. Allen gemeinsam ist eine tiefe Verunsicherung, der kritische Blick in die Zukunft - der Mauerfall als Sieg der Freiheit wird skeptisch in Frage gestellt. Die Ausstellung will diese Kunst aus dem heute wiedervereinten Deutschland aus der Sicht der Region Franken wie aus dem Blickwinkel der Kunstmetropolen im anregenden Dialog beispielhaft zeigen.

Rainer Fetting, Jörg Immendorff, Markus Lüpertz, Karl Horst Hödicke oder A. R. Penck, Hartwig Ebersbach, Michael Morgner und Volker Stelzmann haben dem geteilten Land insbesondere der Mauer zum Teil wegen ihrer eigenen Biografie größte Aufmerksamkeit geschenkt. Eine besondere Brisanz und Schärfe in der Bildaussage prägt die Handschrift der ostdeutschen Maler, die im Kosmos ihrer Arbeiten die Geschichte der Teilung zugleich als ihr eigenes Schicksal aufarbeiten. Deutliche Spuren hinterließ diese Problematik zeitgleich im Kunstschaffen in der sogenannten Provinz - weit entfernt von vermeintlicher „Heimatkunst“. Erich Husemann hat beispielsweise aus der Idylle im unterfränkischen Trappstadt heraus mit unmittelbarem Blick auf die Grenze seine Erlebnisse kritisch reflektiert ebenso wie der Schweinfurter G. Hubert Neidhart. Das Gemälde „An der Mauer“ von 1964 illustriert nur wenig zeitversetzt die Katastrophe des Mauerbaus und die allgemeine Stimmung im Deutschland der Nachkriegszeit. „Aus einer Mauer wurde „die Mauer“ als Synonym für das Lebensgefühl einer ganzen Generation im Deutschland der Nachkriegszeit.“ (Erich Schneider)

 


Kunsthalle deutsche einheit


Das zeitliche Spektrum der Schweinfurter Ausstellung reicht von Klassikern wie Karl Hofer, Otto Dix, Gustav Seitz und Bernhard Heiliger zurück bis in die Nachkriegszeit. Am Beispiel von Willi Baumeister und dem Informel wird die Kunstdiskussion um abstrakt und figurativ der 1950er Jahre erläutert. Für die Emanzipationsbewegungen und das Aufbegehren gegen die Adenauer-Ära stehen in Süddeutschland die Künstlergruppe SPUR und andere. Als Kerngedanke zeigt die Ausstellung mit Hans Ticha, Johannes Heisig, Claus Weidensdorfer oder Rolf Händler prägnante Beispiele von konfliktbezogener Malerei vor und nach der Wende. Der in Chemnitz agierenden Künstlergruppe Clara Mosch ist ein eigener Beitrag gewidmet. Der Überblick greift bis in das nachbarschaftliche Heute mit jüngeren Künstlern wie der Würzburgerin Verena Rempel, dem aus Gera stammenden Erik Buchholz oder den Rheinländern Harald Klemm und Thomas Baumgärtel, die das geschichtsträchtige Symbol für das getrennte und wiedervereinte Berlin, das Brandenburger Tor, mit Esprit und Hintergründigkeit darstellen.

Die Ausstellung in der Kunsthalle Schweinfurt geht anschließend in Teilen an die Städtische galerie ada in Meiningen, die 2010 ihr 20-jähriges Jubiläum begehen kann. 23. 01. – 11. 04. 2010. Eröffnung 23. 01. 2010, 16 Uhr. Bernhardstraße 3, 98617 Meiningen, Tel. 03693-502004.

 

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Tags: Johannes Heisig  
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