| 3sat: Künstlerin Forouhar darf Iran nicht verlassen |
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| Donnerstag, 17. Dezember 2009 um 06:04 Uhr | ||
Mainz (dpa) - Die im Iran festgehaltene Offenbacher Künstlerin Parastou Forouhar darf das Land nach Informationen des 3sat-Magazins «Kulturzeit» weiterhin nicht verlassen. Die Behörden weigerten sich, der Künstlerin ihren Pass zurückzugeben, obwohl sie dies für Mittwoch angekündigt hätten. Nach Informationen von «Kulturzeit» erwiderten die Beamten des iranischen Informationsministeriums, nichts von einer Rückgabe ihrer Dokumente zu wissen. Forouhar sei eine Ausreise erneut verweigert worden.
Am Dienstag habe die Künstlerin einen Anruf erhalten, sie könne ihren Pass am Mittwoch im Informationsministerium abholen, teilte 3sat mit. Da staatliche Behörden in Iran Donnerstag und Freitag nicht arbeiten, könne Forouhar nun frühestens am Samstag weitere Schritte unternehmen, um auf ihre Ausreise hinzuwirken. Forouhar wird seit dem 5. Dezember in Iran festgehalten.
Am Samstag sei Forouhar bei einem Gespräch mit zwei Staatsvertretern offen gedroht worden. Aus einem von Forouhar verfassten Gesprächsprotokoll, das «Kulturzeit» vorliegt, gehe hervor, dass sie sich dazu verpflichten sollte, keine Gedenktage mehr an ihre vom iranischen Geheimdienst im Jahr 1998 ermordeten Eltern abzuhalten. Andernfalls müsse sie sich darauf einstellen, dafür «einen Preis zu zahlen». Forouhar war wegen einer Gedenkveranstaltung für ihre Eltern in den Iran gereist.
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