| Die lange Nacht des Hugo Junkers im Bauhaus |
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| Donnerstag, 17. Dezember 2009 um 06:07 Uhr | ||
Stiftung Bauhaus Dessau richtet zum 75. Todestag eine festliche Hommage aus
Gemeinsam mit den „Leuchttürmen für Kultur und Bildung“ widmet sich die Stiftung Bauhaus Dessau am 3. Februar 2010 dem Dessauer Luftfahrtpionier Hugo Junkers. Dem Bauhaus ist Hugo Junkers auf vielfältige Weise verbunden: 1925 hatte sich der geniale Techniker, progressive Unternehmer und überzeugte Philanthrop vehement für eine Ansiedlung der Hochschule in Des- sau eingesetzt. Hier führte Junkers seit der Jahrhundertwende ein Unternehmen von internationa- lem Ruf – und, ab 1924, eine der größten Luftfahrtgesellschaften seiner Zeit. Seine Gasbade- öfen heizten das Wasser in den Häusern der Bauhausmeister, mit seinen Ganzmetallhäusern trat er in produktive Konkurrenz zum industriellen Wohnungsbau eines Walter Gropius. Ein Viertel- jahrhundert war Hugo Junkers Protagonist der industriellen Blütezeit Dessaus.
Doch mit dem Bauhaus teilte Junkers auch seinen Untergang: Ein Jahr nach der Hochschule wurde er, der sich einer Zusammenarbeit mit den Nationalsozialisten konsequent verweigerte, enteignet und aus Dessau vertrieben. Am 3. Februar 1935 starb er fast vergessen in Bayrischzell. Sein Know-How und den großen Namen aber nutzten die Nazis weiter – und verwandelten sei- nen Traum einer weltweiten zivilen Luftfahrt in den Alptraum des Krieges aus der Luft.
Am 3. Februar 2010 jährt sich Junkers’ Todestag zum 75. Mal. Grund genug für die Stiftung Bau- haus Dessau, gemeinsam mit ihren Partnern zu einer langen Veranstaltungsnacht in der Bauhaus- und Junkersstadt einzuladen. „Hugo Junkers ist eine wichtige Symbolfigur für das ‚Land der Mo- derne’, an dem die Stiftung langfristig arbeitet“, so Stiftungsdirektor Philipp Oswalt. „Er verkörpert wie kein Zweiter jene frühe Blütezeit, die das Bauhaus einst nach Sachsen-Anhalt brachte.“
Ab 19 Uhr stehen Filme und Gesprächsrunden auf dem Programm, der Enkel Bernd Junkers liest aus unveröffentlichten Tagebuchnotizen seines Großvaters, es gibt Speisen und Getränke. Weitere Gäste im Bauhausgebäude sind unter anderem der Oberbürgermeister der Stadt Dessau-Roßlau, Klemens Koschig, und der Autor und Präsident des Luftfahrt-Presseclubs, Peter Pletschacher. Ein reiches Programm aus moderner Klaviermusik (Matthew Rubenstein) und flottem Swing (Louise Gold & die Herren Quarz) rundet den Abend ab. Schon heute wollen wir Sie um Vormerkung die- ses außergewöhnlichen Termins in Ihren Kalendern bitten und laden Sie herzlich ein,
zur Hugo-Junkers-Nacht am 3. Februar 2010 um 19 Uhr im Bauhausgebäude, Gropiusallee 38, 06846 Dessau-Roßlau,
unsere Gäste zu sein. Erinnern Sie sich gemeinsam mit uns an einen visionären Geist, der die Bauhausstadt Dessau prägte, wie kaum ein anderer. Die lange Nacht des Hugo Junkers ist eine Veranstaltung der Stiftung Bauhaus Dessau in Kooperation mit den „Leuchttürmen für Kultur und Bildung“. Sie wird unterstützt durch die Stadtsparkasse Dessau-Roßlau und das Städtische Kli- nikum Dessau. Der Eintritt ist frei!
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