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Was genau macht eigentlich die Generation Gegenwart? Konfrontiert mit hysterischen Bilderfluten aus dem Internet und den Verlockungen digitaler Gemütlichkeit entwickelt sie Immunität gegenüber allgemeingültigen Zuschreibungen von Identität und politischen Patentrezepten. Statt in hektischen Aktivismus zu verfallen, beobachtet sie Veränderungen in ihrem Umfeld und re-interpretiert verloren geglaubte Werte und Begriffe, wie die Ausstellung von Studierenden der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe im Freien Museum Berlin zeigt.
Unter der kuratorischen Leitung von Prof. Julia Kissina werden Fotografien, Videoarbeiten, Konfitüren aus „Omas Marmeladenarchiv“ und andere analoge Wunderkammern präsentiert. Der Umgang mit gefundenen Bildern aus dem Familienalbum, Aufzeichnungen aus Reisetagebüchern und Mitschnitten von Friseurbesuchen kommt bisweilen auch ganz ohne Pathos, Ironie und Kritik aus. Mit gesunder Skepsis widmen sich die Künstler einer genauen Prüfung der bereits vorhandenen Archive und entdecken dort das Abenteuer einer zumindest technokratisch vollkommen erscheinenden Welt: Den Alltag und seine künstlerischen Potenziale.
Teilnehmende Künsterinnen und Künstler: Magdalena Abele, Lena Bayer, Christine Beggel, Frederik Busch, Hannah Cooke, Benedikt Dichgans, Philipp Diettrich, Philipp Engelhardt, Jan Erbelding, Felix Grünschloß, Florian Haag, Vladimir Ivaz, Iuri Maia Jost, Ilda Kim, Kevin Pawel Matweew, Laura Morcillo, Wataru Murakami, Constantin Nestor, Grażyna Roguski, Karolina Serafin, Katrin Agnes Klar, Dorothea Meyer, Kilian Ochs, Bozena Stasevic
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