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Stadtmuseum Dresden
verlängert bis 5.4.2010
„Keine Gewalt!“ Revolution in Dresden 1989

Blick in die Ausstellung
Museen der Stadt Dresden/Zadnicek
Dresden im Herbst 1989: eine Zeit, die deutsche Geschichte schrieb - eine Geschichte von Aufbruch und Hoffnung, Gemeinsamkeit und Freude, die in dieser Form nur einmal im Leben zu erfahren ist. Anfang Oktober 1989 war die Stadt noch ein Sammelpunkt für Ausreisewillige aus der gesamten DDR. Es kam zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Staatsgewalt. Der 8. Oktober sollte vieles verändern. Neue Hoffnung keimte auf, denn am Abend dieses Tages hatten sich Demonstranten und Vertreter der Macht erstmals auf einen friedlichen Dialog geeinigt – ein Signal, das sich wie ein Lauffeuer in der Republik verbreitete. Dresden wurde in der Folgezeit zu einem der wichtigsten Schauplätze der Friedlichen Revolution.
Bisher nicht veröffentlichte Film-, Bild- und Tonmaterialien lassen die Geschehnisse in Dresden im heißen Herbst 1989 lebendig werden. Außergewöhnliche Objekte geben Zeugnis über die Vorgeschichte der Friedlichen Revolution. Sie zeigen die Spannweite der Behauptungsstrategien der Bürger in einer Zeit der Gesellschaftskrise. Werke von Künstlern, die zum „Tag des freien Buches“ entstanden sind, zeugen ebenso davon wie Gegenstände kirchlicher Friedensaktionen, z. B. „Schwerter zu Pflugscharen“ und „Sozialer Friedensdienst“. Zu sehen sind auch Eingaben, die Bürger aufgrund des „Sputnik-Verbots“ an die Staatsmacht richteten.
Viele Dresdner verbinden mit dem Aufbruch zu Freiheit und Demokratie persönliche Erinnerungen. Hiervon berichten zahlreiche Leihgaben, die in den vergangenen Monaten in das Museum gelangt sind: Bilder, selbst gefertigte Transparente, Gegenstände aus der Alltagskultur und vieles mehr. Sie ergänzen ganz wesentlich eine mit einzigartigen Objekten ausgestattete Ausstellung, die den „Dresdner Weg“ zur Demokratie in einer bisher noch nie gezeigten Form dokumentiert.
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