| Roth: Krise erreicht deutsche Museumslandschaft |
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| Dienstag, 22. Dezember 2009 um 19:54 Uhr | ||
Berlin (dpa) - Die Krise hat nach Angaben des Generaldirektors der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Martin Roth, die deutsche Museumslandschaft erreicht. «Sponsoren brechen weg, Stellen müssen abgebaut werden, Projekte werden qualitativ bis zur Langweiligkeit heruntergestuft», schrieb er laut einer Mitteilung des Deutschen Kulturrates vom Dienstag in Berlin im Leitartikel für dessen Zeitschrift «politik und kultur» (Januar/Februar). Fraglich sei, «ob und inwiefern es überhaupt sinnvoll war, dass sich Museen auf Sprache und Arbeitsweise der Ökonomie» eingelassen hätten.
Das durch den Föderalismus begünstigte Einzelkämpfertum werde durch den Kampf um die verbleibenden Töpfe noch erhöht. «Das sind alles Vorboten existenzieller Verteilungskämpfe, bei denen es nichts mehr zu verteilen gibt», schrieb Roth. «Nur wenn wir gemeinsam deutlich machen, dass die Mitarbeiterzahlen jenseits des Zulässigen sind, dass die reduzierten Mannschaften sich selbst ausbeuten und dass der daraus resultierende Verlust an Kultur einhergeht mit der Zerstörung der eigenen Identität, haben wir überhaupt eine Chance.»
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