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Dienstag, 03. Februar 2009 um 10:44 Uhr |
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Künstlerbund, Kurfürstendamm
Gastgeber der Festveranstaltung ist Hausherr Klaus Staeck in der Berliner Akademie der Künste am Pariser Platz. Der über 100-jährige Künstlerbund ist eine der ältesten und renommiertesten Künstlervereinigungen in Europa.
Der 89-jährige Scheel betonte dazu, seitdem er die Aufgabe des Ehrenpräsidenten vor rund 30 Jahren in der Nachfolge von Theodor Heuss und Carlo Schmid angetreten habe, sei er mit großer Leidenschaft dabei gewesen, «die Künstler und den ehrwürdigen Deutschen Künstlerbund zu unterstützen». Der Künstlerbund dankte Scheel für seine «beispielhafte Unterstützung der Freiheit der Kunst» in Deutschland.
Als Forum der Avantgarde wurde der Deutsche Künstlerbund 1903 in Weimar auf Initiative des Kunstförderers Harry Graf Kessler von Lovis Corinth, Max Liebermann, Max Slevogt und anderen ins Leben gerufen. Damit etablierte sich zum ersten Mal ein überregionaler Verband, der über die bis dahin bestehenden Künstler-«Secessionen» hinausging.
Der Aufschwung und der Durchbruch der Moderne in Deutschland sind eng an die Geschichte des Deutschen Künstlerbundes geknüpft. Legendär wurde gleich seine erste große Ausstellung 1905 am Berliner Kurfürstendamm, die den Unwillen Kaiser Wilhelm II. hervorrief und an die heute eine Gedenktafel neben dem Theater am Kurfürstendamm erinnert.
Heute hat sich der Künstlerbund unter anderem für ein zeitgemäßes Nutzungsrecht von Kunstwerken oder für eine Neuregelung der Künstlersozialversicherung eingesetzt. Außerdem wurde auf Anregung des damaligen Vorsitzenden Georg Meistermann die Kunstsammlung des Bundes gegründet. Derzeit gehören dem Künstlerbund rund 550 bildende Künstlerinnen und Künstler an.
(Internet: www.kuenstlerbund.de)
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