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Mittwoch, 04. Februar 2009 um 11:01 Uhr |
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Morris, Wand, Kunstsammlung, NRW
Unter dem Titel «Hornet (Origami)» (Hornisse) soll sich die Wand in ein monumentales, 6,50 Meter mal 27 Meter großes geometrisierendes Muster aus bunten Keramikfliesen verwandeln. Das spektakuläre Werk der 41-Jährigen entsteht in Zusammenhang mit dem neuen Erweiterungsbau der renommierten Landessammlung K20. Das Flaggschiff der NRW-Museen wird nach Sanierung und Erweiterung vermutlich im Herbst 2009 wiedereröffnet.
Die «fantastische Lage» des Ortes habe sie gereizt, berichtete Morris am Dienstag, die mit «Hornet» ihre erste ortsbezogene Arbeit in Deutschland realisiert: «Die Wand liegt nicht am Ende einer Sackgasse, sondern ist ein "Dazwischenraum", eine Passage.» Die Wand ist Teil eines bislang brachliegenden Platzes hinter der Kunstsammlung auf dem Weg zur angesehenen Kunstakademie und dem Museumskomplex im Düsseldorfer Ehrenhof.
Morris' Werk, das auf 300 000 Euro veranschlagt ist, werde ein prominenter Blickfang sein, meinte Pia Müller-Tamm als kommissarische Leiterin der Kunstsammlung NRW. Die Arbeit spreche eine Sprache, die auch für den kunstunkundigen Betrachter attraktiv ist. «Hornet (Origami)» sei aufgrund seiner geometrischen, alles bedeckenden Struktur besonders zur Realisierung auf der monumentalen Wand geeignet.
Zusammen mit Morris hatten fünf weitere internationale Künstler in einem Wettbewerb um die Wandgestaltung konkurriert. Deren Entwürfe dokumentiert eine Schau im K21, der Dependance der Kunstsammlung NRW, im Düsseldorfer Ständehaus (bis 1. März).
Zu sehen sind der Vorschlag Darren Almonds, der den Platz mit einer Tage anzeigenden Uhr versehen wollte. Eine nächtliche Lichtgestaltung hat Michel Verjux entworfen. Beteiligt waren auch Richard Deacon, Rita McBride und Anish Kapoor. Der prominente Bildhauer aus London hat seinen Vorschlag nicht zur Veröffentlichung freigegeben: Einen reflektierenden Hohlspiegel, der inmitten der Wand hätte eingemauert werden sollen.
(Internet: www.kunstsammlung.de)
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