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Donnerstag, 05. Februar 2009 um 11:08 Uhr |
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Beuys, Familie, Stiftung
Beuys-Witwe Eva und ihre beiden Kinder hatten Mitte Januar von der Museums-Stiftung zahlreiche Kunstwerke gefordert, die ohne Einwilligung der Erben 1990 in die Stiftung eingebracht worden seien. Dies gelte auch für umfangreiches Material aus dem Archiv mit zehntausenden Dokumenten zu Leben und Werk des 1986 gestorbenen weltbekannten Künstlers, hieß es in einem Schreiben des Anwaltes der Beuys-Erben.
Diese Forderungen sowie weitere Vorwürfe der Künstlerfamilie seien «weder faktisch noch juristisch belegt» und würden entschieden zurückgewiesen, betonte am Mittwoch der Sprecher des Stiftungsvorstandes, Peter Landmann. «Soweit erforderlich» wolle die Stiftung auf die Forderungen und Vorwürfe der Beuys-Familie auch juristisch regieren und einen Anwalt einschalten, sagte Landmann der Deutschen Presse-Agentur dpa in Düsseldorf.
Im Moment fehle den Forderungen noch die «juristische Substanz». Die Ansprüche «wurden nicht wirklich begründet, die Beweislast liegt bei der Familie Beuys», argumentierte der Sprecher des Stiftungs-Vorstandes.
In dem 14-seitigen Anwaltsbrief der als «Beuys-Estate» firmierenden Familie war unter anderem auch beklagt worden, dass der Umgang mit den Beuys-Arbeiten und -Dokumenten in Museum und Archiv sowohl kunstwissenschaftlich als auch verwaltungstechnisch so mangelhaft sei, dass der Ruf des Künstlers nicht nur in seinem Heimatland, «sondern weltweit nachhaltig» Schaden nehmen könne. So gehe es etwa um Verletzungen des Urheberrechtes, falsche Werktitel und unsachgemäße Restaurierungen.
Vor dem Hintergrund langjähriger «sachlicher Zusammenarbeit» mit der Beuys-Familie wünsche sich die Stiftung weiterhin «konstruktive Gesprächen» mit den Erben, betonte Landmann. Nun habe der Beuys- Estate seine Forderungen und Kritik aber gerade zu einem Zeitpunkt öffentlich gemacht, wo «ein zukunftsweisender Weg für das Museum entwickelt werden konnte», heißt es in der Erklärung.
Dem Vernehmen nach habe die Museumsleitung ein Papier vorgelegt, mit dem die Dauerkrise des auch wegen jahrelanger Führungs-Probleme in die Schlagzeilen geratenen Hauses beendet werden könnte. Zu Medieninformationen, wonach die kommissarische Leiterin des Museums, Bettina Paust, als neue Direktorin vorgesehen sei, wollte der Sprecher des Stiftungs-Vorstandes keine Auskunft geben.
(Internet: www.moyland.de)
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