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Donnerstag, 05. Februar 2009 um 12:04 Uhr |
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Sammlung, Baumstark, Pinakothek, Düsseldorf
1799 und 1806 gelangten die Glanzstücke der Sammlung des Fürsten (1658-1716) nach München und zählen dort heute zu den Hauptwerken der Alten Pinakothek. Erstmals seit rund 300 Jahren präsentiert die Pinakothek nun die bedeutende Sammlung so, wie sie einst in den kurfürstlichen Gemäldekabinetten eingerichtet war.
Bis zum 17. Mai können Besucher zwei rekonstruierte Kabinette sowie Werke aus der früheren Galerie des Kurfürsten von Rubens über Jan Brueghel dem Älteren bis zu Rembrandt, van Dyck und Raphael bewundern. Für den scheidenden Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, Reinhold Baumstark, ist es die letzte von ihm betreute Ausstellung. Diese sei «nicht der Griff nach großen Sternen, irgendwo jenseits des Horizonts, sondern der Weg in die Mitte unseres Hauses», sagte Baumstark am Mittwoch in München. Die Ausstellung sei eine «gewaltige Leistung» des gesamten Teams gewesen. Hunderte Bilder seien «bewegt, gerahmt und teilweise restauriert» worden.
Johann Wilhelm hatte für seine flämischen, holländischen und italienischen Kunstschätze in Düsseldorf eines der ersten öffentlichen Galeriegebäude Europas eingerichtet. Das Zentrum der Münchner Ausstellung bilden aber die zwei privaten Kabinette, in denen die Werke holländischer Feinmaler fast lückenlos Rahmen an Rahmen hängen und so ein beeindruckendes Gemäldetableau bilden. Für die originalgetreue Rekonstruktion erhielt die Pinakothek auch Leihgaben internationaler Museen. Werke, die verloren gegangen sind, wurde durch fotografische Vergrößerungen von Zeichnungen der Bilder ersetzt.
Der «Bilderstreit» zwischen München und Düsseldorf um die wohl einmalige Sammlung ist längst beigelegt. Die Werke waren aufgrund von Wittelsbacher Erbverträgen aus der aufgegebenen Residenzstadt Düsseldorf nach München gelangt. Erst mit dem Bündnisvertrag zwischen Preußen und Bayern am Vorabend der deutschen Reichsgründung 1870 wurde die Bilderfrage endgültig zugunsten Bayerns entschieden.
«Wir singen hier das große Lob einer anderen Kunststadt», sagte Baumstark mit Blick auf Düsseldorf. Die Kunstbewegung vom Rhein nach Bayern sei nicht nur Geschichte, sondern setze sich heute fort. Dazu gehörten die Sammlung Brandhorst, für die in München ein eigenes Museum errichtet wurde, sowie die Sammlung Stoffel.
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