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Janssen, Bilder, Warhol
«Von Marilyn bis Mao» heißt es vom 7. Februar bis 3. Mai. Gezeigt werden 45 großformatige Siebdrucke aus einer Privatsammlung. Die grellbunten und plakativen Verfremdungen von Bildern aus Illustrierten, Werbung oder Katalogen gehören zu den bekanntesten und meist reproduzierten Bildern der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Oldenburger Schau vereint alle wichtigen Motive zwischen der legendären Cambell-Suppe von 1966 und dem Lenin-Porträt aus Warhols Todesjahr.
Fast alle Motive hat Warhol mehrmals mit wechselnden Farben bearbeitet. Die genaue Auflagenhöhe seiner Grafik sei nach wie vor unbekannt, sagte die wissenschaftliche Leiterin des Horst-Janssen-Museums, Jutta Moster-Hoos am Donnerstag. Als gleichrangige Motive dienten dem exzentrischen Künstler, der gelernter Werbegrafiker war, nicht nur Filmstars, Politiker und Konsumartikel. «Gleichrangig» war nach Angaben von Moster-Hoos neben anderen Tieren die Kuh, die in Oldenburg gleich vierfach bewundert werden kann.
Als deutsche Prominenz sind Joseph Beuys, Goethe und Beethoven vertreten. Weniger bekannt als die Bilder von Film- oder Politstars sind Warhols Klassiker-Adaptionen aus seiner letzten Lebensphase, als er Edvard Munch («Der Schrei»), Sandro Boticelli («Geburt der Venus») oder Leonardo da Vinci («Die Verkündigung») seine Reverenz erwies.
Keine Reverenz hat Museumsnamensgeber Horst Janssen seinem gleichaltrigen, weltberühmten amerikanischen Kollegen gegönnt. «Andy war hohl», kritzelte er auf sein Plakat, das er 1979 für eine Warhol-Galerieausstellung gestaltete. Ein von Janssen und Warhol signiertes Exemplar dieses Plakats zeigt das Museum jetzt auch, allerdings außerhalb der Warhol-Schau. Ob Warhol der Text übersetzt wurde, bevor er das Plakat unterschrieb, sei nicht bekannt, heißt es in Oldenburg.
(Das Horst-Janssen-Museum ist dienstags bis sonntags von 10-18 Uhr geöffnet; der Eintritt kostet 3,50 Euro, ermäßigt 1,50 Euro; Katalog zur Ausstellung: 104 Seiten, 14 Euro)
Internet: www.Horst-Janssen-Museum.de
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