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Kunst, Museum, Nollert
Hinter der gewölbten Glasfront sollen ein- bis zweimal im Jahr Ausstellungen gezeigt werden, die sich vor allem an vorbeiflanierende Passanten richten, erläuterte die neue Leiterin des Museums, Angelika Nollert, am Donnerstag. Damit sollen Menschen angesprochen werden, die bislang nur wenig Interesse für moderne Kunst und Design gezeigt haben. «Außerdem bietet sich die offene Bauweise dafür an, die Transparenz des Hauses zu pointieren», sagte die Museumschefin.
Den Anfang soll im Frühsommer eine Ausstellung der Berliner Künstlerin Katharina Grosse machen. In der Zeit vom 30. April bis zum 26. Juni würden in den sechs an der Glasfassade liegenden Dreiecksräumen dreidimensionale Farbobjekte präsentiert. Ein auf dem davor liegenden Klarissenplatz errichtetes, bergartiges und mit verschiedenen Farben besprühtes Gebilde soll «einen Dialog mit den Kunstwerken hinter der Fassade führen», erläuterte Nollert. «Wir müssen dazu kommen, dass es bei einem Nürnberg-Besuch dazu gehört, an der Museumsfassade vorbeizuflanieren.»
Knapp eineinhalb Jahre nach der Übernahme der Museumsleitung zeigte sich Nollert mit der Publikumsresonanz zufrieden. Die Zahl der Museumsbesucher sei im Jahr 2008 um vier Prozent auf rund 48 000 gestiegen. Vor allem bei geführten Gruppen habe das Museum stark zugelegt: Im Vorjahr hätten sich 975 Gruppen die dort ausgestellten zeitgenössischen Kunstwerke und Designobjekte erläutern lassen. «Was uns besonders freut: Es waren viele Gruppen junger Menschen darunter», sagte Nollert. Mit häufigeren Wechseln von Ausstellungsstücken wolle das Museum zudem für Stammbesucher attraktiv bleiben.
Zum Jahresauftakt will das Neue Museum mit einer Ausstellung des italienischen Designers, Künstlers und Architekten Marcello Morandini das Verbindende von Kunst und Design beleuchten. In der Zeit vom 13. Februar bis 1. Juni seien Objekte zu sehen, die Morandinis weit gespanntes Werk verdeutlichten. «Morandini arbeitet dort, wo freie Kunst, Design und Architektur zusammengehen», erläuterte der Direktor der Neuen Pinakothek München und Leiter des Designbereichs am Neuen Museum, Florian Hufnagel. Morandini habe nicht nur Möbel, Teppiche, Leuchten und Kunststoffprodukte, sondern auch Hochhäuser in der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur entworfen.
(Internet: Infos zum Museum: www.nmn.de)
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