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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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«Intimität und Pose»: Edgar Degas in der Hamburger Kunsthalle PDF Drucken E-Mail
Freitag, 06. Februar 2009 um 13:34 Uhr

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Ausstellung, Degas, Gemälde


Der französische Impressionist Edgar Degas (1834-1917) hat zeitlebens versucht, private Situationen im scheinbar unbeobachteten Moment festzuhalten. Unter dem Titel «Intimität und Pose» zeigt die Hamburger Kunsthalle von diesem Freitag an bis zum 3. Mai eine umfangreiche Ausstellung mit Pastellen und Gemälden sowie 73 Originalabgüssen aus Bronze aus dem Museu de Arte de Sao Paulo in Brasilien. Darunter ist auch ein Abguss der «Kleinen Tänzerin von 14 Jahren», die 1881 auf der Impressionisten- Ausstellung in Paris für großes Aufsehen sorgte und am Dienstag in London für 13,2 Mio. Pfund (14,7 Mio. Euro) versteigert wurde.

Die Skulptur ist ein Bronzeabguss des berühmten Wachsmodells, die einzige Figur, die zu Degas' Lebzeiten ausgestellt wurde. «Es war die erste Plastik, die so realistisch war. Die Besucher der Ausstellung in Paris waren entsetzt», sagte Kunsthallen-Direktor Hubertus Gaßner am Donnerstag in Hamburg. Nie zuvor hatte es ein Künstler gewagt, so realistische Figuren zu schaffen. Degas schuf seine Skulpturen - hauptsächlich Tänzerinnen, die erstmals größtenteils ohne Vitrinen ausgestellt werden - in seinen späten Jahren, als er zunehmend erblindete.

Degas zeigt die Frauen vor allem hinter der Bühne und bei der Toilette und befasst sich mit der Arbeit, die sie vor dem Auftritt in der Öffentlichkeit in ihren Körper investieren müssen. Diese für seine Zeit außergewöhnliche Sicht auf den ungeschönten Körper wird auch in der reichen Auswahl an Zeichnungen, Pastellen und Gemälden behandelt, die die Bronzeskulpturen ergänzen. Degas hatte über seine Frauendarstellungen selber einmal gesagt: «Es ist, als ob man durch ein Schlüsselloch schaut.» Dies sei jedoch in keiner Weise voyeuristisch gemeint, sagte Gaßner. Viel mehr sei das Gegenteil der Fall: «Die Frauen sind ganz bei sich. Wir haben das Gefühl, als wenn wir nicht anwesend sind.» Dies mache das Anrührende der Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen aus.

(Internet: www.hamburger-kunsthalle.de)



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