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Dienstag, 10. Februar 2009 um 07:13 Uhr |
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Holzschneider, Grieshaber
Die umfangreiche Auswahl aus dem langjährigen Schaffen des politisch engagierten Künstlers zeigen die Kunsthalle Recklinghausen und das Kunstmuseum Bochum/Haus Kemnade zeitgleich vom 15. Februar bis zum 13. April, teilten die Organisatoren der Retrospektive am Montag mit. Beiden Ruhrgebiets-Museen war der aus Oberschwaben stammende Holzschneider, der 1981 starb, über Jahre durch Ausstellungen und Schenkungen eng verbunden.
Grieshaber, der von den Nazis als «entartet» verfemt worden war, orientierte sich mit seinen Holzschnitten am Expressionismus. Mit seinen künstlerischen Mitteln kämpfte der Holzschneider gegen die Diktatoren der Welt, schuf aber auch Blätter voll privater Poesie. Neben der blockhaften, ausdrucksstarken Formensprache des Holzschnittes setzte er in seinen Motiven auch auf starke Farbwirkungen. So verwandelt sich sein «Fräulein Daphne» (1955) mit sanften Grüntönen in den mythologischen Lorbeerbaum und kontrastieren beim Blatt «Milchschaf» von 1959 Mensch und Tier in signalhaftem Rot und Weiß.
Als Kunstdozent in Karlsruhe gehörten unter anderem Horst Antes, Dieter Krieg und Walter Stöhrer zu den Schülern Grieshabers, dessen Werk mehrfach sowohl auf der Documenta in Kassel als auch auf der Biennale von Venedig zu sehen war. Mit dem Literatur-Nobelpreisträger Heinrich Böll gab der Künstler, der seit 1966 auch in der DDR tätig war, die Zeitschrift «Labyrinth» heraus.
(Internet: www.kunst-re.de und www.museum-bochum.de)
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