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Mittwoch, 11. Februar 2009 um 07:20 Uhr |
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Kunstgewerbemuseum, Lüneburg
Mit Hilfe von Stiftungen und Sponsoren wollen Oberbürgermeister Ulrich Mädge (SPD) und der Museumsverein für das Fürstentum den historischen Silberschatz auf einer Auktion bei Christie's Ende Februar in Paris ersteigern, teilte am Dienstag ein Sprecher der Hansestadt mit.
Kunstexperten schätzten den 1,33 Meter hohen Silberpokal auf 120 000 bis 180 000 Euro. 30 000 Euro stellten Spender innerhalb weniger Tage zur Verfügung. Das prächtige Stück war 1874 mit dem Lüneburger Ratssilber an das Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin verkauft worden. Mit dem Erlös von 660 000 Mark richtete die Stadt damals einen Ratssilberfonds ein, mit dessen Zinsen mehrere Bauvorhaben finanziert wurden. Der Fonds sei jedoch der Inflation zum Opfer gefallen, sagte der Stadtsprecher.
Im Berliner Kunstgewerbemuseum sind heute noch 39 von ursprünglich 253 Teilen zu sehen. Obwohl er stark reduziert ist, gilt der Lüneburger Ratsschatz als eine einmalige Sammlung in Deutschland. Der viereinhalb Kilo schwere Pokal war kürzlich in einem Verkaufskatalog des Auktionshauses entdeckt worden. Christie's versteigert Ende Februar die Kunstsammlung der 2008 gestorbenen Modeschöpfers.
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