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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Kunst & Kultur

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Amsterdam bietet neuen Blick auf van Gogh als Maler der Nacht PDF Drucken E-Mail
Freitag, 13. Februar 2009 um 07:29 Uhr

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Van Gogh, Kunst, Nacht

 

Die Schau «Van Gogh und die Farben der Nacht», die an diesem Freitag eröffnet wird, mache eindrucksvoll deutlich, wie wichtig dieses Thema für den niederländischen Ahnen der modernen Kunst gewesen sei, sagte der aus Dortmund stammende Amsterdamer Museumsdirektor Axel Rüger (40) der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Für die Ausstellung, die bis vor kurzem mit großem Erfolg im New Yorker Museum of Modern Art (MoMA) zu sehen war, wurden erstmals Nacht- und Abendszenen Van Goghs (1853-1890) aus dem Besitz von Museen mehrerer Länder zusammengebracht. Viele der Werke sind längst zu Ikonen geworden, darunter «Die Sternennacht». Das weltbekannte Gemälde, das durch besondere Expressivität mit kräftigen Blau- und Grüntönen besticht, wird nun zum ersten Mal seit 1990 wieder in Amsterdam gezeigt.

Neben dieser Leihgabe des MoMA gehört Van Goghs Porträt von Eugène Boch aus dem Pariser Musée d'Orsay zu den Glanzlichtern in Amsterdam - der einzigen europäischen Station für die 32 Nacht- und Abendgemälde der Sonderschau. Zu sehen sind auch «Der Sämann», «Der Tanzsaal» und «Sternennacht über der Rhône» (alle 1888).

Die Darstellung von Natur und Mensch in der Nacht bei unterschiedlichen Qualitäten von Licht habe Van Gogh nicht nur immer wieder als Herausforderung gesehen, sagte Rüger, der sich bereits als Experte für niederländische Malerei an der National Gallery in London einen Ruf als moderner Aufbereiter von Kunst für ein großes Publikum erworben hatte. «Wir veranschaulichen hier auch, was Van Gogh meinte, als er einst sagte, die Nacht erscheine ihm oft farbenreicher als der Tag.»

Die Ausstellung läuft bis zum 7. Juni 2009.

(Internet: www.vangoghmuseum.com)


 

Interview mit Axel Rüger: Für Van Gogh war die Nacht oft farbenreicher als der Tag

 


Amsterdam (dpa) - Mit der weltweiten Würdigung Vincent van Goghs zu seinem 150. Geburtstag schien vor sechs Jahren alles über das Werk des genialen Niederländers gesagt zu sein. Doch nun verspricht die Schau «Van Gogh und die Farben der Nacht» in Amsterdam (13. Februar bis 7. Juni 2009) nicht weniger als «einen ganz neuen Blick» auf sein Werk. In einem Interview der Deutschen Presse-Agentur dpa spricht Axel Rüger (40), der aus Dortmund stammende Direktor des Van Gogh Museums in Amsterdam, über die Neuentdeckung des Künstlers als Meister des Lichts und Maler der Nacht, die Haltbarkeit des Mythos Van Gogh, seine Besuche in Bordellen und seinen Ruf als James Dean des 19. Jahrhunderts. Der Kunsthistoriker Rüger war als Experte für niederländische Malerei an der National Gallery in London tätig, ehe er 2006 die Leitung des renommierten Amsterdamer Museums übernahm.

Frage: Van Gogh und die ewigen Sonnenblumen, die leuchtend farbigen Räume, Landschaften und Porträts. Viele seine Werke erscheinen den Menschen in aller Welt sehr vertraut - lässt sich da wirklich noch etwas überraschend Neues bieten?

Rüger: «Warum nicht? Natürlich denkt so mancher, dass wir Van Gogh und seine Bilder sattsam kennen und dass alles zu ihm gesagt ist. Aber wir kommen dank Forschung und Wissenschaft auch immer wieder zu neuen Erkenntnissen, entdecken neue Facetten in seinem Werk. Bei den "Farben der Nacht" geht es um ein spezifisches Thema innerhalb seines Oeuvres, was so bisher noch nicht behandelt worden ist. Und das, obwohl die Nacht in seinem Werk ja sehr prominent anwesend ist.»

Welche neuen Perspektiven bieten sich dem Besucher?

Rüger: «Dieses Thema - die Nacht, die Dunkelheit, aber auch die Ränder der Nacht, der Morgen, der Abend, der Sonnenuntergang, der Sonnenaufgang - hat Van Gogh durch seine gesamte Karriere begleitet. Durch die Ausstellung wird nun sehr deutlich, wie enorm wichtig es für ihn war und wie vielschichtig er es verarbeitet hat.»

Aber Künstler haben sich doch schon seit Jahrhunderten mit der Nacht beschäftigt, Van Gogh ist keine Ausnahme...

Rüger: «Natürlich war Van Gogh nicht der einzige, der sich damit auseinandergesetzt hat, wie man bei Dunkelheit unterschiedliche Qualitäten von Licht zum Ausdruck bringt - zum Beispiel Mondlicht oder Licht, das von einem Feuer oder von einer Öllampe ausgeht. Diese künstlerische Herausforderung hat ihn allerdings sehr stark beschäftigt, auch konzeptionell. Dank der vielen Briefe, die er hinterlassen hat, erfahren wir vom Künstler selbst, auf welche Weise ihn das Thema bewegt hat. So hat er zum Beispiel berichtet, dass die Nacht ihm oft farbenreicher erschien als der Tag. Damit meint er natürlich auch die vielschichtigen Konnotationen, die wir mit der Nacht verbinden - der Abend nach getaner Arbeit, die wohlverdiente Ruhe, die zum Beispiel bei den Bauern, die beim Abendessen sitzen, zum Ausdruck kommt. Und sicher auch das Zwielichtige der Nacht, die Vergnügungen. Allerdings bleibt Van Gogh da in seinen Bildern eher zurückhaltend, obwohl er durchaus auch ein Nachtcafé- und Bordell- Besucher war.»

Woran liegt das?

Rüger: «Van Gogh war im Vergleich zu anderen Künstlern in Paris, die sich geradezu ins Nachtleben stürzten, nicht so sehr für Ausschweifungen zu haben. Das war nicht seine Sache. Er ist ja schließlich auch aus Paris weggegangen, weil er mit dem großstädtischen Lebensstil nicht wirklich im Einklang war – im Gegensatz zu so manchem seiner Malerkollegen. Dass er dann auch
Bordelle in Arles besuchte, hatte sicher eher mit menschlichen Bedürfnissen zu tun. Ansonsten sieht man gerade in seinen abendlichen und nächtlichen Café-Szenen meist eine vorherrschende Vereinsamung und Isolation.»

Van Gogh gilt vielen als eine Art James Dean des 19. Jahrhunderts. Sehen Sie ihn auch so?

Rüger: «Er hat sehr früh Selbstmord begangen. Ein tragischer Tod mit 37 Jahren. Auch, weil er nach einem dramatischen Leben nicht mehr weiter wusste. Mit dem vorzeitigen Tod von großen Künstlern geht auch immer die Frage einher, was wäre, wenn sie noch länger gelebt hätten? Wie groß wäre er noch geworden, wäre er noch in seiner eigenen Lebenszeit weltberühmt geworden? Hätte er vielleicht noch zur Abstraktion gefunden? Und so kann man sich noch viele andere Fragen stellen, die aber alle unbeantwortet bleiben müssen. Das trägt natürlich zum Mythos einer solchen Figur bei. Und das war bei James Dean wohl ähnlich.»

Wie lange kann sich der Mythos halten? Wird das Van Gogh Museum auch in 30 Jahren noch Menschen aus aller Welt anziehen?

Rüger: «Van Goghs Berühmtheit beruht doch auf einer Vielzahl von Faktoren, auf einer Verschränkung seines Schaffens als Künstler mit seiner Biografie und auch den schriftlichen Zeugnissen, die er zurückgelassen hat. Wie der Geschmack in 30 Jahren ist, kann ich nicht beurteilen. Aber seine Kunst ist sehr zugänglich, es geht um Themen und Menschen des täglichen Lebens, zu denen wir eine Beziehung entwickeln können. Und die Dynamik seiner Werke, die unglaubliche Farbigkeit bestimmen die Ausstrahlung seiner Kunst. Schließlich noch die Dramatik seines Lebens - das alles zusammen ist eine Kombination, die Van Gogh so einzigartig macht.»

Diese Faszination setzt Ihr Haus auch in klingende Münze um, wie die ziemlich echt wirkenden Leinwand-Reproduktionen von Werken Van Goghs im Museums-Shop zeigen. Wird da nicht die Grenze zwischen Kunst und Kitsch überschritten?

Rüger: «Natürlich muss man die Grenze zum verantwortungslosen Umgang mit Kunst immer im Auge behalten. Aber solange es die Möglichkeit zur Reproduktion gibt - und das geht zurück bis zur Reproduktions-Grafik in der Barock-Zeit -, wollten Menschen Reproduktionen von großartigen Kunstwerke haben. Gleichzeitig ist es so, dass eine Reproduktion den Effekt des Originals nicht wegnimmt, sondern meist sogar noch verstärkt. Viele Menschen kommen hierher, um Bilder, die sie schon als Kinder kannten, nun auch mal im Original zu sehen. Und da erleben sie dann oft eine andere Wirkung.»

Sie sind international gefragt als ein moderner Aufbereiter von Kunst für ein großes Publikum. Aber Sie haben nie in großen Museen in Deutschland gearbeitet, obwohl es doch zum Beispiel in Ihrer Heimat im Ruhrgebiet eine sehr interessante Kunstszene gibt. Woran liegt das?

Rüger: «Ich bin jetzt seit gut 15 Jahren im Ausland, erst in Nordamerika, dann England und nun Holland - ich rücke also immer dichter an Deutschland heran. Ich hatte mich frühzeitig für das Ausland interessiert, weil ich auch Angst hatte, dass in Deutschland die Möglichkeiten zu begrenzt sind. Uns wurde gleich zu Beginn des Studiums des Kunstgeschichte in Berlin gesagt: Sie studieren
eigentlich für die Arbeitslosigkeit. Im Ausland hingegen war der Einstieg nach dem Studium doch leichter, es gab mehr Möglichkeiten, schien mir

Aber Sie haben Deutschland nicht für immer den Rücken gekehrt?

Rüger: «Überhaupt nicht. Deutschland hat ein sehr reiches kulturelles Angebot, eine sehr reiche kulturelle Infrastruktur und tolle Museen. Und dank der föderalen Struktur sind großartige Museen auch nicht allein auf die Hauptstadt konzentriert, sondern breitgefächert. Allerdings wäre es gut, wenn manche Strukturen etwas weniger bürokratisch wären, wenn man sich stärker im Ausland, gerade im angelsächsischen, anschauen würde, welche neuen Ideen und Trends es bei der musealen Präsentation gibt, die vielleicht Vorbildcharakter haben.

Interview: Thomas Burmeister, dpa

 

Nachtbilder vom «James Dean der Malerei» - Neuer Blick auf Van Gogh

Von Thomas Burmeister, dpa

 

 


Amsterdam (dpa) - Eines haben James Dean und Vincent Van Gogh gemein - den Mythos, der nach ihrem jeweils frühen und tragischen Tod um sie gestrickt wurde. So wie Hollywoods Jugendidol fordert auch Hollands Ahne der modernen Malerei die Überlegung heraus, was wohl aus ihm geworden wäre. «Hätte er vielleicht noch zur Abstraktion gefunden?», fragt zum Beispiel der aus Dortmund stammende Direktor des Amsterdamer Van Gogh-Museums, Axel Rüger. Die Antwort bleibt er bewusst schuldig. Schließlich lässt sich darüber trefflich in der neuen Van Gogh-Ausstellung nachsinnen, die den «James Dean der Malerei» jetzt als großartigen Meister der Dunkelheit präsentiert.

Von diesem Freitag an bis zum 7. Juni ist die Ausstellung zu sehen, nur Minuten von den Alten Meistern im Reichsmuseum entfernt. Beide Häuser sind einbezogen in einen Reigen verschiedenartigster Kunstausstellungen, an dem sich unter dem Motto «Holland Art Cities» bis 2011 zehn namhafte Museen in Amsterdam, Rotterdam, Den Haag und Utrecht beteiligen.

Besonders durch das attraktivste Werk der Sonderschau «Van Gogh und die Farben der Nacht» wird dem Besucher die Entwicklung des genialen Niederländers vom traditionsbewussten, noch deutlich an Rembrandt orientierten Autodidakten zum Visionär der Moderne bewusst. Immer noch gegenständlich erscheint in dem 1889 in Südfrankreich entstanden Werk «Die Sternennacht» das Dorf im Vordergrund, abstrakt dagegen fast schon der vor allem kräftig blau geprägte Himmel. Schöner, anrührender, aufregender hat kaum ein anderer Künstler die Nacht dargestellt.

«Wir sind besonders stolz, dass wir die "Sternennacht" zum ersten Mal seit 1990 wieder in Amsterdam präsentieren können», sagt Sjraar van Heugten, Chefkonservator des Van Gogh-Museums. Das Bild ist eine Leihgabe des New Yorker Museum of Modern Art (MoMA), wo die Schau «Van Gogh und die Farben der Nacht» in Kooperation mit dem Amsterdamer Museum zuerst und mit großem Erfolg gezeigt wurde.

Zu den Glanzlichtern gehört der neue Blick auf das nächtliche Schaffen Van Goghs, symbolisiert durch die ebenso großartige wie allgegenwärtige ebendiese «Sternennacht». Sie leuchtet auf dem offiziellen Poster, auf dem Katalog, auf Plastik-Tragetaschen, auf den Trinkbechern und selbst auf den Papiertischtüchern der Museums- Cafeteria. Auch das erinnert an das Filmgeschäft: So total werden Hollywood-Blockbuster vermarktet.

Es gibt noch einen Wermutstropfen: Hoffnungen auf eine wirklich allumfassende Darstellung der Abend- und Nachtkompositionen, die sich bei grandioser Entwicklung der Farbigkeit und Lichtgestaltung wie ein Leitfaden durch das Gesamtwerk Van Goghs ziehen, werden nicht ganz erfüllt. Zwar gelang es, 32 Gemälde und 19 Arbeiten auf Papier zu diesem Thema aus verschiedenen Museen und Galerien zusammenzutragen. Doch zwei dabei besonders wichtige Werke gaben die Besitzern nicht heraus: Die weltberühmte «Caféterrasse bei Nacht» und «Das Nachtcafé» (beide 1888) sind nur als Kopien im «Bildungsteil» der Schau zu sehen.

Dabei veranschaulicht gerade das «Nachtcafé» eindringlich die Vereinsamung und Isolation, die viele mit Van Gogh als an sich selbst und den Mitmenschen verzweifelndem Genie verbinden. Dennoch ist die Schau von den ersten Anfängen über das Meisterwerk seiner frühen, eng mit dem bäuerlichen Leben verbundenen Phase «Die Kartoffelesser», das abendliche Porträt seines Dichterfreundes Eugène Bloch, die erstmals gemeinsam gezeigten Versionen des «Sämanns» vor der untergehenden Sonne bis hin zur blauen «Sternennacht» allemal eine Reise wert.

Die Schau wird in keiner anderen europäischen Stadt zu sehen sein. So lässt sich nach New York nur noch in Amsterdam die Faszination nachvollziehen, die die Dunkelheit auf Van Gogh ausübte. Sie dokumentiert, wie die Nacht ihn zu immer neuen, kühneren Farbkompositionen trieb. Und auch - wie Van Gogh in einem hinterlassenen Brief bekannte -, dass «die Nacht mir oft farbenreicher erscheint als der Tag». Die Schau «Van Gogh und die Farben der Nacht», die an diesem Freitag eröffnet wird, mache eindrucksvoll deutlich, wie wichtig dieses Thema für den niederländischen Ahnen der modernen Kunst gewesen sei, sagte der aus Dortmund stammende Amsterdamer Museumsdirektor Axel Rüger (40) der Deutschen Presse-Agentur dpa.


Für die Ausstellung, die bis vor kurzem mit großem Erfolg im New Yorker Museum of Modern Art (MoMA) zu sehen war, wurden erstmals Nacht- und Abendszenen Van Goghs (1853-1890) aus dem Besitz von Museen mehrerer Länder zusammengebracht. Viele der Werke sind längst zu Ikonen geworden, darunter «Die Sternennacht». Das weltbekannte Gemälde, das durch besondere Expressivität mit kräftigen Blau- und Grüntönen besticht, wird nun zum ersten Mal seit 1990 wieder in Amsterdam gezeigt.

Neben dieser Leihgabe des MoMA gehört Van Goghs Porträt von Eugène Boch aus dem Pariser Musée d'Orsay zu den Glanzlichtern in Amsterdam - der einzigen europäischen Station für die 32 Nacht- und Abendgemälde der Sonderschau. Zu sehen sind auch «Der Sämann», «Der Tanzsaal» und «Sternennacht über der Rhône» (alle 1888).

Die Darstellung von Natur und Mensch in der Nacht bei unterschiedlichen Qualitäten von Licht habe Van Gogh nicht nur immer wieder als Herausforderung gesehen, sagte Rüger, der sich bereits als Experte für niederländische Malerei an der National Gallery in London einen Ruf als moderner Aufbereiter von Kunst für ein großes Publikum erworben hatte. «Wir veranschaulichen hier auch, was Van Gogh meinte, als er einst sagte, die Nacht erscheine ihm oft farbenreicher als der Tag.»

Die Ausstellung läuft bis zum 7. Juni 2009.

(Internet: www.vangoghmuseum.com)

 

Van Gogh, Kunst, Nacht


Die Schau «Van Gogh und die Farben der Nacht», die an diesem Freitag eröffnet wird, mache eindrucksvoll deutlich, wie wichtig dieses Thema für den niederländischen Ahnen der modernen Kunst gewesen sei, sagte der aus Dortmund stammende Amsterdamer Museumsdirektor Axel Rüger (40) der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Für die Ausstellung, die bis vor kurzem mit großem Erfolg im New Yorker Museum of Modern Art (MoMA) zu sehen war, wurden erstmals Nacht- und Abendszenen Van Goghs (1853-1890) aus dem Besitz von Museen mehrerer Länder zusammengebracht. Viele der Werke sind längst zu Ikonen geworden, darunter «Die Sternennacht». Das weltbekannte Gemälde, das durch besondere Expressivität mit kräftigen Blau- und Grüntönen besticht, wird nun zum ersten Mal seit 1990 wieder in Amsterdam gezeigt.

Neben dieser Leihgabe des MoMA gehört Van Goghs Porträt von Eugène Boch aus dem Pariser Musée d'Orsay zu den Glanzlichtern in Amsterdam - der einzigen europäischen Station für die 32 Nacht- und Abendgemälde der Sonderschau. Zu sehen sind auch «Der Sämann», «Der Tanzsaal» und «Sternennacht über der Rhône» (alle 1888).

Die Darstellung von Natur und Mensch in der Nacht bei unterschiedlichen Qualitäten von Licht habe Van Gogh nicht nur immer wieder als Herausforderung gesehen, sagte Rüger, der sich bereits als Experte für niederländische Malerei an der National Gallery in London einen Ruf als moderner Aufbereiter von Kunst für ein großes Publikum erworben hatte. «Wir veranschaulichen hier auch, was Van Gogh meinte, als er einst sagte, die Nacht erscheine ihm oft farbenreicher als der Tag.»

Die Ausstellung läuft bis zum 7. Juni 2009.

(Internet: www.vangoghmuseum.com)



Tags: van  gogh  nacht  amsterdam  kunst  abstrakte kunst  
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