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Freitag, 13. Februar 2009 um 08:00 Uhr |
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Design, Marta, Nullpunkt
Unter dem Titel «Nullpunkt - Design-Aufbrüche in Deutschland» zeigt die erste Schau unter der Leitung des neuen künstlerischen Direktors Roland Nachtigäller von Samstag (14. Februar) bis zum 19. April sowohl Entwürfe der jüngsten deutschen Designergeneration als auch Arbeiten von Zuwanderern, die ihren Wohnsitz nach Deutschland verlegt haben. «Unsere These ist, dass es das typische deutsche Design nicht mehr gibt», sagte Nachtigäller am Donnerstag in Herford.
«Nullpunkt» ist das Ergebnis einer Entdeckungsreise durch die deutsche Designszene, die der belgische Kunst- und Designkritiker Max Borka im MARTa-Auftrag unternommen hat. «Deutsches Design galt immer als sehr rational, industriell und besessen von einer Norm. Auch die jüngste Generation deutschen Designs scheint von Norm und industrieller Produktion durchdrungen», hat Borka festgestellt.
Die sozialistische Architektur der Berliner Karl-Marx-Allee greifen Tina Roeder und David Frings in einem Sideboard auf, während Katrin Sonnleitner einen Perserteppich aus Puzzle-Teilen geschaffen hat. Der Tisch A 1 von Andrea Melhose und Martin Wellner feiert mit seinem Asphaltbelag und dem weißen Mittelstreifen einen großen Klassiker deutschen Designs: die Autobahn. Der verhüllte Personenwagen von Ines Kaag und Desiree Heiss entpuppt sich beim Betasten als weiches Sofa.
Drei Installationen sind speziell für die Herforder Ausstellung entstanden. Der in Berlin lebende Kanadier Jerszy Seymour hat einen begehbaren Swimmingpool aufgebaut. «Space Vases» nennt das spanische Duo El Ultimo Grito seine mundgeblasenen futuristisch anmutenden Glasvasen. Die Stellwände von Martí Guixé geben Besuchern die Möglichkeit, das «Forever Bau-Haus» in stets neuen Variationen zu errichten. Parallel zu der «Nullpunkt»-Ausstellung zeigt das MARTa Werke des kanadischen Bildhauers Royden Rabinowitch.
(Internet: www.martaherford.de)
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