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Freitag, 13. Februar 2009 um 08:07 Uhr |
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Grundig, Dresden
Die neun Briefe des Künstlerehepaares stammen aus Privatbesitz, wie die Stadtverwaltung Dresden am Donnerstag mitteilte. Sie waren großteils an Grundigs Schüler Hans Mroczinski gerichtet. Grundig habe während einer Kur 1948/49 auf die damals brisanten Sorgen und Probleme seiner Studentenschaft einzugehen versucht. Zwei Briefe von 1956/57 enthielten Hinweise zu den damals noch entstehenden «Radebeuler Landschaften» sowie Illustrationen zum Buch «Reinecke Fuchs» von Grundig und Mroczinski.
Die in Dresden geborenen Maler und Grafiker gründeten 1929 die «Dresdner Assoziation Revolutionärer Künstler Deutschlands». 1934 erteilten die Nazis Hans Grundig Berufsverbot, 1935 bis 1938 schuf er sein bekanntes Triptychon «Das Tausendjährige Reich». Das Paar wurde mehrfach verhaftet. Lea Grundig ging 1939 über Umwege nach Israel ins Exil, ihr Mann kam 1940 bis 1944 ins KZ Sachsenhausen. Von 1946 bis 1948 war er Professor und Rektor der Hochschule für Bildende Künste. 1948 erkrankte er, 1958 starb er. Seine Frau war 1948 bis zu ihrem Tode 1977 Professorin an der Hochschule, 1961 Mitglied der Akademie der Künste in Ost-Berlin und 1964 bis 1970 Präsidentin des Verbands Bildender Künstler der DDR.
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