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Freitag, 13. Februar 2009 um 08:13 Uhr |
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Künslter, Mona Lisa
Nachdem der französisch-chinesische Künstler Yan Pei-Ming den früheren chinesischen Revolutionsführer Mao Tsetung und US-Präsident Barack Obama auf riesigen Leinwänden verewigt hat, hat er sich nun an Leonardo da Vincis Ikone gewagt. Das großformatige Werk in reinen Grau- und Weißtönen hängt seit diesem Donnerstag im Louvre in unmittelbarer Nähe zu den Meisterwerken der italienischen Renaissance. Es ist fast drei Meter hoch und drei Meter breit.
Das geheimnisvolle Lächeln ist verschwunden. Doch ist aus dem Abbild ein Bild geworden: Durch den pastosen und teilweise gespachtelten Farbauftrag wirkt die von da Vinci Anfang des 15. Jahrhunderts gemalte Gattin eines Florentiner Kaufmanns menschlich und außergewöhnlich plastisch.
Die neue Mona Lisa wurde vom Louvre im Rahmen seiner Politik, zeitgenössische Künstler mit Altmeister zu konfrontieren, bei dem 1960 in Shanghai geborenen Maler in Auftrag gegeben. Unter dem Titel «Die Beerdigung der Mona Lisa» stellt der Künstler die Ikone der Kunstgeschichte in den Mittelpunkt einer Vanitas-Darstellung, also der Vergänglichkeit alles Irdischen, aus insgesamt fünf Werken. Dazu gehören zwei menschenleere graue Landschaftsbilder mit Totenschädel sowie ein Bildnis des Künstlers im Sterbebett und ein Porträt seines greisen Vaters. Die Bilder pendeln zwischen den für den Künstler charakteristischen Polen Leben und Tod.
Die Mona Lisa gehört zu den meist kopierten und karikierten Kunstwerken: Marcel Duchamp malte sie mit Bart und Andy Warhol druckte sie hundertfach auf Leinwand. Die Mona Lisa von Yan Pei-Ming ist bis zum 18. Mai ausgestellt.
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