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Samstag, 14. Februar 2009 um 11:33 Uhr |
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Dresden, Galerie, Marx
«Es ist eine einzigartige Zusammenfassung der Malerei in und für Dresden in dieser Zeit», sagte der Direktor der Gemäldegalerie Alte Meister, Harald Marx, am Freitag. 50 der 217 Werke sind Leihgaben aus Museen im In- und Ausland, die mit Hilfe des Freundeskreises Museis Saxonicis Usui gewonnen wurden. Erstmals zu sehen ist eine der beiden überlieferten Ölskizzen von Anton Raphael Mengs zu seinem Hochaltarbild «Himmelfahrt Christi», die von der Kulturstiftung der Länder für die Galerie angekauft wurde.
Mit der Schau verabschiedet sich Marx nach gut 42 Jahren in der Galerie in den Ruhestand. «Das 18. Jahrhundert im Zusammenhang mit Dresden war immer das, wohin meine wissenschaftliche und kunstpädagogische Arbeit und meine Begeisterung zurückkehrt», sagte der 67-Jährige. Er habe Werke nach Dresden geholt, die für Dresden gemalt wurden oder einen inhaltlichen Bezug zur Stadt haben und sich sonst in Versailles, Paris, St. Petersburg, Budapest, Graz oder Wien befänden. Es seien seine «Wunschbilder», zeigten aber auch die Sehnsucht der Künstler und deren Wunschbild. «Es sind Ideal- und Sehnsuchtsbilder.» Einige der Exponate waren entweder noch nie oder seit Jahrzehnten nicht mehr in Dresden zu sehen.
Gezeigt werden Porträts sowie Landschafts- und Historienmalereien von Meistern wie Louis de Silvestre, Anton Raphael Mengs, Bernardo Bellotto und Anton Graff. Zwei Drittel stammen aus Räumen und Depot der Galerie Alte Meister. Die stets ausgestellten Gemälde sind an ihrem Platz besonders beschriftet, so Marx. Die anderen Bilder sind im Gobelinsaal auf royalblauen Wänden in Anmutung an die im Barock übliche Hängung dicht und übereinander arrangiert.
Darunter ist auch die Ölskizze zum Hochaltarbild «Himmelfahrt Christi», das Mengs 1756 für die Dresdner Hofkirche malte. Sie war bisher in süddeutschem Privatbesitz. Die Kulturstiftung der Länder finanzierte zwei Drittel des Ankaufs und den Rest eine deutsche Privatfamilie. Es sei «das bedeutendste und größte Werk des Künstlers in Deutschland» und zugleich eines der größten je auf Leinwand gebrachten Altarbilder, so die Stiftung. Bozzetti gehörten zu den kostbarsten Objekten auf dem Kunstmarkt, da sie - anders als die meist mit Gehilfen vollendeten großen Gemälde - allein von der Hand des Malers stammen.
(Internet: www.skd-dresden.de; www.kulturstiftung.de)
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