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Dienstag, 17. Februar 2009 um 07:47 Uhr |
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Staatsgemäldesammlungen, München, Schrenk
Dennoch eilt dem 59-jährigen bisherigen Direktor der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe der Ruf voraus, gut für Besucherrekorde zu sein. Denn Schrenk gilt als ein brillanter Ausstellungsmacher, das hat der gebürtige Hamburger in mehr als 13 Jahren Arbeit in Karlsruhe bewiesen. Unter seiner Ägide zogen dort höchst unterschiedliche Kunstschauen wie zum deutschen Renaissance- Künstler Matthias Grünewald, zur französischen Romantik bis zum zeitgenössischen abstrakten Zeichner und «Museumsschreck» Jürgen Partenheimer Besucher an.
Am 1. März übernimmt Schrenk die Leitung der Staatsgemäldesammlungen von Reinhold Baumstark, der nach neuneinhalb Jahren in den Ruhestand geht. Dann wird Schrenk der Herr über die drei Pinakotheken in München, das neue Brandhorst-Museum, die Schack- Galerie und ein Dutzend Filialen in ganz Bayern. Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen mit mehr als 30 000 Objekten gehören neben den Staatlichen Museen zu Berlin und den Staatlichen Kunstsammlungen in Dresden zu den größten deutschen Museumskomplexen. Schrenk wird an diesem Mittwoch (18. Februar) in sein neues Amt eingeführt.
Schrenk ist ein vielumworbener Museumsfachmann. So hatte auch die Düsseldorfer Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen um ihn geworben, nachdem Armin Zweite Anfang 2008 als Direktor zur Sammlung Brandhorst nach München wechselte. Das Brandhorst-Museum als Teil der Staatsgemäldesammlungen soll im Mai eröffnet werden. Schrenk und Zweite werden also eng zusammenarbeiten.
München hatte auch schon früher auf Schrenk gehofft. Nach den Worten des damaligen bayerischen Kunstministers Thomas Goppel (CSU) stand Schrenk bereits 1999 beim Wechsel an der Spitze der Staatsgemäldesammlungen oben auf der Wunschliste des Freistaats. Schrenk sei ein hoch qualifizierter Museumsfachmann, dessen Spektrum von der Klassik bis zur Moderne reiche und der national und international gut vernetzt sei, hatte Goppel ihn im vergangenen Sommer gewürdigt. Die drei Pinakotheken und die sicherlich nicht einfache Mitbetreuung des Brandhorst-Museums erforderten einen gestandenen Generaldirektor mit der notwendigen Autorität.
Die Wurzeln des gebürtigen Hamburgers Schrenk liegen in der Grafik. 1976 promovierte er über französische Druckgrafiken des 19. Jahrhunderts. Schon wenige Jahre später wurde er 1980 stellvertretender Direktor der Düsseldorfer Kunsthalle. 1986 wurde er in gleicher Funktion an das Kunstmuseum Bonn berufen und wechselte 1995 nach Karlsruhe. Rund sechs Jahre Zeit hat er, um sich in München zu beweisen. Dann geht auch Schrenk in den Ruhestand.
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