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Donnerstag, 19. Februar 2009 um 07:43 Uhr |
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Baumstark, München, Schrenk
Der neue Generaldirektor Klaus Schrenk ist am Mittwoch in sein Amt eingeführt worden. Zugleich wurde Schrenks Vorgänger Reinhold Baumstark nach neuneinhalb Jahren Amtszeit in den Ruhestand verabschiedet. Schrenk (59), der bisher Direktor der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe war, tritt sein Amt offiziell am 2. März an.
Dann wird der anerkannte Museumsfachmann Schrenk der Herr über die drei Pinakotheken in München, das neue Brandhorst-Museum, die Schack- Galerie und ein Dutzend Filialen in ganz Bayern. Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen mit mehr als 30 000 Objekten gehören neben den Staatlichen Museen zu Berlin und den Staatlichen Kunstsammlungen in Dresden zu den größten deutschen Museumskomplexen.
Bei dem Festakt zum Abschied Baumstarks übergab die Ernst von Siemens Kunststiftung der Alten Pinakothek ein bedeutendes Gemälde des flämischen Landschaftsmalers Joos de Momper (1564-1635), «Große Gebirgslandschaft mit Reisenden», als Dauerleihgabe.
Erster Höhepunkt der neuen Amtszeit Schrenks wird bereits im Mai die Eröffnung des neuen Brandhorst Museums mit zeitgenössischer Kunst von Andy Warhol bis Cy Twombly sein. Schrenk kündigte in einem Interview mit der Münchner «Abendzeitung» (Mittwoch) an, einen «Masterplan» für das Kunstareal mit den Pinakotheken entwickeln zu wollen, um die Raum- und Depotprobleme zu lösen. Im April werde ein internationales Symposium Vorschläge dafür erarbeiten.
Zudem will Schrenk den Internetauftritt der Staatsgemäldesammlungen ausbauen und einen virtuellen Museumsbesuch ermöglichen. Er wolle auch dafür sorgen, dass sich der Staat nicht völlig aus seiner finanziellen Verantwortung zurückziehe. «Es ist sicher auch in Krisenzeiten Pflicht des Staates, den Grundunterhalt seiner Museen bereitzustellen», sagte Schrenk.
Baumstark hatte in seiner fast zehnjährigen Amtszeit seit 1999 trotz knapper Kassen starke Akzente für die Ankaufspolitik der Staatsgemäldesammlungen und die Neuordnung der Häuser gesetzt. In seine Zeit fällt auch die Eröffnung der Pinakothek der Moderne im Jahr 2002, für die Baumstark wichtige Kunstsammlungen gewinnen konnte. Das Kunstareal München wurde unter seiner Ägide zu einem internationalen Begriff.
Mehrere Zweiggalerien, etwa in Augsburg, Bayreuth sowie auch die Schack-Galerie in München, wurden unter Baumstark restauriert und mit bedeutenden Exponaten bestückt. Zudem trieb Baumstark die Herkunftsforschung für Nazi-Raubkunst voran. Drei wichtige Werke wurden bisher an die Erben der früheren jüdischen Eigentümer zurückgegeben.
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