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Lipsiusbau, Albertinum, Dresden, Kunsthalle
«Schön wäre es, wenn dafür Stadt und Land zusammengingen», sagte Roth am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur dpa in Dresden. Die Kunsthalle im Lipsiusbau zeige, dass es ein interessiertes Publikum und damit den Bedarf in der Kunststadt gebe. Die Konzeption für das Ausstellungslabor der Kunstsammlungen sei eine gänzlich andere als in den übrigen Kunsteinrichtungen der Elbestadt. «Hier werden fast ausschliesslich zeitgenössische Projekte, eben Gegenwartskunst weltweit, gezeigt.»
Dabei arbeiten die Kunstsammlungen mit Künstlern, Sammlern und Galeristen zusammen, was im klassischen Museum nicht möglich ist. «Wir leisten dort das, was ein Museum nicht kann, nicht darf. Im Museum zeigen wir das, was sich schon bewiesen hat, im Lipsiusbau, was sich noch beweisen kann.» Laut Roth besteht vor allem Interesse an Themen und Künstlern, die aus Dresden hervorgingen. «Wir wollen auch zeigen, dass nicht alles Leipziger Schule ist, sondern auch Meistermacher in Dresden sind», sagte Roth mit Verweis auf die Dresdner Künstler Thomas Scheibitz oder Eberhard Havekost.
Die Galerie Neue Meister und das Albertinum, das derzeit saniert und umgebaut wird, beherbergen die Kunst des 19./20. Jahrhunderts. «Die Lücke zu neuesten Positionen der Studenten, die die Hochschule selbst präsentiert, und dem Albertinum schließt seit Oktober 2005 der Lipsiusbau», so Roth. Er werde von jungen Kuratoren für ein junges Publikum bespielt. Nach der Malerei-Retrospektive von Martin Eder folgt die Privatsammlung Hoffmann Köln. Hoffmann und der US-Künstler Frank Stella wollten 1994 gegenüber dem Dresdner Zwinger eine moderne Kunsthalle errichten. Das Projekt scheiterte am Finanzministerium. «Wir sollten keine Gruppe von Grauhaarigen werden, die nur durch ihre Kinder Anschluss an die Gegenwart halten», mahnte Roth.
(Internet: www.skd-dresden.de)
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