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Mittwoch, 25. Februar 2009 um 18:21 Uhr |
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Alter, Antike
«Alter in der Antike - Die Blüte des Alters aber ist die Weisheit» ist der Titel der Schau, die von diesem Donnerstag an bis zum 7. Juni gezeigt wird. Das Alter sei nicht nur heute, sondern bereits in antiken Gesellschaften vielschichtiges Thema gewesen, sagte Museumsdirektorin Gabriele Uelsberg. Der Rundgang führt durch acht Bereiche und zeigt kulturelle Unterschiede in den Darstellungen von Alter und Weisheit. Ausgangspunkt sind die gegensätzlichen Bewertungen des Alters in der griechischen und römischen Antike.
Anders als die Bildnisse sportlicher Männer und aphroditegleicher Frauen sind Darstellungen von Alten die Ausnahmen in der antiken Kunst. Doch diese Ausnahmen überraschen in ihrer Vielfalt: Die alten römischen Senatoren - mit aller politischer Macht ausgestattet - sehen anders aus als die alten Griechen - furchtsam und feige, selbstsüchtig und kleinmütig. Auch Stereotypen in der Darstellung wie der «bärtige Greis» oder die «trunkene Alte» weichen je nach Geschlecht und Gesellschaftsschicht voneinander ab. Jede Kultur zeigt ihr eigenes Bild.
Die Hoffnungen gegenüber den Befürchtungen eines demographischen Wandels sind kein neuzeitliches Phänomen, sondern waren bereits in der Antike bekannt: «Die Ausstellung reflektiert, wie andere Gesellschaften in der Antike mit dieser Problematik umgegangen sind», erläutert Prof. Winfried Schmitz, Kurator und Geschichtswissenschaftler an der Universität Bonn. Mit Blick auf die wachsende Bevölkerungsgruppe der Senioren eröffnen die Exponate Bezüge zu aktuellen Fragestellungen.
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