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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Kunst & Kultur

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Saint-Laurent-Auktion übertrifft mit 373 Millionen Euro Weltrekord PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 26. Februar 2009 um 07:31 Uhr

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Auktion, Christies, Euro, Jahrhundertauktion


Der Erlös von rund 306 Millionen Euro aus den ersten beiden Auktionstagen konnte am Mittwochabend um mehr als 67 Millionen Euro erhöht werden. Damit ging nach drei Tagen eine Versteigerung zu Ende, die mit zehn Weltrekorden alle Erwartungen übertroffen hat. Höchstpreise erzielten unter anderem Werke von Henri Matisse, Paul Klee, Piet Mondrian und Constantin Brancusi. Den bisherigen Weltrekord für die Versteigerung einer Privatsammlung hielt die Kollektion Victor und Sally Ganz, die 1997 in New York für 206 Millionen Dollar unter den Hammer kam.

Höhepunkt der Auktion am Mittwoch, bei der Antiquitäten und asiatische Kunst den Besitzer wechselten, war der Verkauf zweier umstrittener Tierskulpturen aus China. Die chinesische Regierung hatte im Vorfeld die Rechtmäßigkeit ihres Besitzes angezweifelt und Restitutionsansprüche erhoben, die von einem Pariser Gericht abgelehnt wurden. Die beiden Bronzeskulpturen aus dem 18. Jahrhundert wurden für insgesamt 28 Millionen Euro versteigert. Ihr Schätzwert lag jeweils bei 9 Millionen Euro.

Der Erlös der Christie's-Auktion im Grand Palais soll unter anderem der Fondation Pierre Bergé und Yves Saint Laurent zugute kommen. Ursprünglich wurde die Sammlung auf 300 Millionen Euro geschätzt. «Qualität kennt keine Krise», sagte der Geschäftsmann Pierre Bergé am Ende des dreitägigen Events, zu dem Kunstliebhaber aus der ganzen Welt gekommen sind. Laut Christie's waren 30 Prozent der Käufer aus Amerika, die restlichen Kunstliebhaber kamen aus Europa.


Umstrittene chinesische Tierköpfe für 28 Millionen Euro versteigert


Paris (dpa) - Die umstrittenen Tierköpfe aus China haben in Paris für 28 Millionen Euro den Besitzer gewechselt. Das Auktionshaus Christie's hatte den Wert der Skulpturen, ein Hase und eine Ratte, ursprünglich auf jeweils 9 Millionen Euro geschätzt. Die Versteigerung gehörte am Mittwochabend zu den Höhepunkten der Auktion von Yves Saint Laurents Privatsammlung. Ihr war ein mehrwöchiger Streit um den rechtmäßigen Besitz der beiden Kunstschätze vorausgegangen.

China hatte vergeblich die zwei Tierköpfe aus dem 18. Jahrhundert mit der Begründung zurück verlangt, sie seien bei der Plünderung des Sommerpalasts 1860 in Peking durch französische und britische Truppen erbeutet worden. Am Montag hatte jedoch ein Gericht entschieden, dass die Skulpturen versteigert werden dürfen.

In den ersten zwei Tagen hatte die 730 Werke umfassende Kunstsammlung des Modeschöpfers und seines Lebensgefährten Pierre Bergé einen Erlös von 306 Millionen Euro erzielt und damit die Rekordsumme für eine Privatsammlung.


Jahrhundertauktion in Paris bricht alle Rekorde: Über 300 Mio Euro

Von Sabine Glaubitz, dpa

Paris (dpa) - Die Versteigerung von Yves Saint Laurents gigantischer Kunstsammlung hat alle Rekorde gesprengt: Bereits am zweiten Abend der dreitägigen Jahrhundertauktion waren 306 Millionen Euro in die Kasse von Pierre Bergé, dem langjährigen Lebensgefährten des 2008 gestorbenen Modeschöpfers, geflossen. Damit ist die Sammlung mit 730 Kunstwerken und Objekten die teuerste jemals versteigerte Privatsammlung der Welt. Der Schätzwert hatte ursprünglich 300 Millionen Euro betragen. Am späten Mittwochabend sollte die Christie's-Auktion im Grand Palais zu Ende gehen. Sie dürfte in die Geschichte des internationalen Kunstmarktes eingehen.

Mit 300 Losen kam es am letzten Tag der Jahrhundertauktion zu großen Verspätungen. Die Versteigerung der asiatischen Kunstobjekte - darunter auch zwei seltene chinesische Tierköpfe, auf die China Restitutionsansprüche erhoben hatte - wurde am Mittwoch auf den Abend verschoben. Zuvor kamen überwiegend Antiquitäten, darunter herrliche Spiegel und Kommoden im Louis-Quinze-Stil, unter den Hammer. Auch die mit viel Spannung erwarteten ersten Zwischenergebnisse musste das Auktionshaus Christie's bis auf den späten Abend verschieben.

Seit dem Beginn der Auktion jagte ein Rekord den nächsten: Ein Werk von Henri Matisse kam für 35,9 Millionen Euro (einschließlich Aufpreis) unter den Hammer, ein neuer Höchstpreis für ein Werk des französischen Malers. Eine sensationelle Rekordsumme brachte auch die Holzfigur «Madame L.R» von Constantin Brancusi, die auf maximal 20 Millionen Euro geschätzt wurde und schließlich für mehr als 29,1 Millionen Euro den Besitzer wechselte. Mehr als den doppelten Schätzpreis brachte eine Farbkomposition von Piet Mondrian: Statt maximal 10 Millionen Euro wurde sie für mehr als 21,5 Millionen Euro zugeschlagen.

Schon der erste Auktionstag unter der 45 Meter hohen Glaskuppel im Grand Palais hatte mit Paukenschlägen begonnen: Denn bereits nach knapp zwei Stunden erzielten die angebotenen Werke von Henri Matisse, Marcel Duchamp, Paul Klee und James Ensor mehr als 206 Millionen Euro und übertrafen den bis dahin gültigen «Weltrekord» für eine Privatsammlung, den bisher die Kollektion Victor und Sally Ganz hielt. Sie war 1997 in New York für 206 Millionen Dollar versteigert worden.

Zur Überraschung von Christie's fand das auf 25 bis 30 Millionen Euro geschätzte Stillleben von Pablo Picasso «Musikinstrumente auf einem kleinen runden Tisch» allerdings keinen Käufer. «Ich bin glücklich, denn ich werde es behalten. Meine Versteigerung hat nicht nur eine unerwartet hohe Verkaufssumme erzielt, ich behalte obendrein einen Picasso», sagte der Geschäftsmann Bergé, der zusammen mit Yves Saint Laurent in 50 Jahren die einzigartige Sammlung aufgebaut hatte.

Der Höhepunkt am Dienstagabend war der von Eileen Gray entworfene Drachensessel, der für 21,9 Millionen Euro für fast mehr als das Zwanzigfache seines Schätzwertes versteigert wurde. Damit erzielte der zwischen 1917 und 1919 entstandene Art-Deco-Stuhl den zweithöchsten Preis, der jemals bei einer Auktion für ein Möbelstück erzielt wurde. Bei der Auktion mit Alten Meistern und Werken aus dem 19. Jahrhundert wurden am Dienstag 22,2 Millionen Euro umgesetzt.

Ein Höhepunkt war auch die Versteigerung der Goldschmiedearbeiten, die die beiden Pariser Wohnungen der kunstbesessenen Lebenspartner schmückten. Insgesamt wurden für die vergoldeten und versilberten Kerzenständer, Gefäße und Trinkpokale ein Gesamterlös von 19,9 Millionen Euro erzielt. Allein für 14 Objekte aus dem Königshaus Hannover zahlten Kunstliebhaber 6,1 Millionen Euro.

In China herrschte Empörung darüber, das am Mittwoch zwei chinesische Tierköpfe aus dem 18. Jahrhundert nun doch versteigert werden konnten. Ein Pariser Gericht hatte einen Antrag Chinas, dies zu untersagen, abgelehnt. Die chinesische Regierung beharrt auf der Rückgabe der beiden Bronzefiguren, die bei der Plünderung des Sommerpalastes 1860 in Peking durch französische und britische Truppen erbeutet worden waren. Die Auktion widerspreche dem Geist internationaler Konventionen und verletze das chinesische Volk. Der Wert der beiden Tierköpfe, ein Hase und eine Ratten, wurde auf rund 10 Millionen Euro geschätzt.

(www.christies.com)


Yves Saint Laurent Auktion endet mit 300 Losen und viel Verspätung


Paris (dpa) - Mit 300 Losen ist es am letzten Tag der Yves Saint Laurent Jahrhundertauktion in Paris zu großen Verspätungen gekommen. Die Versteigerung der asiatischen Kunstobjekte, darunter auch die beiden seltenen chinesischen Tierköpfe, auf die China zunächst Restitutionsansprüche erhoben hatte, wurde am Mittwoch auf den Abend verschoben. Zuvor kamen überwiegend Antiquitäten, darunter herrliche Spiegel und Kommoden im Louis-Quinze-Stil, unter den Hammer. Auch die
mit viel Spannung erwarteten ersten Zwischenergebnisse musste das Auktionshaus Christie's bis auf den Abend verschieben.

In nur zwei Tagen hat die 730 Werke umfassende Kunstsammlung des Modeschöpfers Yves Saint Laurent und Pierre Bergé einen Erlös von 306 Millionen Euro erzielt und damit den Weltrekord für eine Privatsammlung. Ursprünglich wurde die gesamte Kollektion auf 300 Millionen Euro geschätzt.


Pokale aus Königshaus Hannover für 6,1 Millionen Euro versteigert



Paris/Lüneburg (dpa) - Vergoldete Silberpokale aus dem ehemaligen Königshaus von Hannover sind in Paris für mehr als 6,1 Millionen Euro versteigert worden. Damit übertrafen die Trink- und Herzpokale am Dienstag auf der Jahrhundertversteigerung der Kunstsammlung von Yves Saint Laurent und Pierre Bergé bei weitem ihren Schätzwert. Das britische Auktionshaus Christie's, das die Versteigerung der 730 Werke umfassenden Kunstsammlung organisierte, nannte den Erlös für
die Silberschätze einen hundertprozentigen Erfolg.

Die aus dem 17. Jahrhundert stammenden Goldschmiedearbeiten erreichten zum Teil das Zehnfache ihres Schätzwertes und wechselten für Preise, die zwischen 481 000 und 853 000 Euro lagen, den Besitzer. Die außerordentliche Pokalsammlung aus dem 17. Jahrhundert stammt aus Werkstätten großer deutscher Goldschmiede. Yves Saint Laurent und Pierre Bergé erwarben die Pokale von den Kunsthändlern und Brüdern Alexis und Nicolas Kugel. Die meisten der herrlich verzierten Pokale waren Geschenke der Städte an ihre Prinzen.

Alleine für den Lüneburger Silberpokal wurden nach Angaben des Auktionshauses 613 000 Euro gezahlt. Der Silberschatz ging für mehr als das Dreifache der geschätzten Summe an einen unbekannten Händler. Lüneburger hatten den 1,13  Meter großen Pokal 1666 Welfen-Herzog Georg Wilhelm als Geschenk überreicht. Die Versteigerung der Kunstsammlung von Saint Laurent und dessen Lebensgefährten Pierre Bergé hat mit mehr als 300 Millionen Euro bereits am Dienstagabend einen Weltrekord für eine Privatsammlung erzielt.

Trotz Interesses und einer beträchtlichen fünfstelligen Spendensumme blieb der Lüneburger Silberschatz, der möglicherweise aus dem historischen Ratssilber stammt, für die Stadt unerreichbar. «Wir haben nicht mitgeboten», sagte der Vorsitzende des Museumsvereins des Museum für das Fürstentum Lüneburg, Karl-Albrecht Sellmann. Der Verein hatte gehofft, den Pokal  wenigsten als Dauerleihgabe nach Lüneburg holen zu können. Der nach Angaben Christie's  1645 von Nicolas Siemens gestaltete Huldigungsbecher soll aus dem Besitz des hannoverschen Königshauses in den Kunsthandel gegangen sein.

Auf der Jahrhundertauktion im Pariser Grand Palais erzielten Werke großer Impressionisten und Künstler der Moderne bereits am Montag mehr als die Hälfte der geschätzten Summe für die 730 Kunstwerke und Objekte. Für 35,9 Millionen Euro ging das Stillleben «Gelbe Schlüsselblumen» von Henri Matisse an einen neuen Besitzer. Mehr als 29 Millionen wurde für die Holzfigur «Madame L.R.» von Constantin Brancusi bezahlt, die Saint Laurent und Bergé in den 70er Jahren als eines ihrer ersten kostspieligen Kunstwerke erwarben.

(Internet-Link: www.christies.com)





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