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Ausstellung, Kunst, Notation
Anhand von Zetteln, Partituren sowie Drehbüchern, Fotos und Skizzen soll in den kommenden Monaten gezeigt werden, welche kreative Kraft in der Kunstproduktion verborgen bleibt. Außerdem setzt sich die Schau mit dem künstlerischen Experiment und dem Forschen nach Formen auseinander. Unter dem Titel «Notation. Kalkül und Form in den Künsten» werden die rund 500 Werke von über 100 Künstlern von einzelnen Arbeitsschritten zum Kunstwerk. Neben Musikern gehören Choreographen und Komponisten, Theater- und Filmemacher, Schriftsteller und Architekten zum Ensemble.
«Notation» ist ein Gemeinschaft des ZKM und der Berliner Akademie der Künste, die die um einige Werke reduzierte und weit weniger technisch gewichtete Ausstellung bereits im Herbst vergangenen Jahres gezeigt hatte. Kuratiert wurde sie von Künstler Dieter Appelt, Bildwissenschaftler Hubertus von Amelunxen sowie Medienkünstler und ZKM-Chef Peter Weibel. Als Notation wird in der Welt der Musik das Aufzeichnen von Tonfolgen in einer Notenschrift ebenso verstanden wie das sinnstiftende Zeichensystem selbst.
Zu den markanten Ausstellungsstücken aus allen Bereichen der Kunst von 1900 bis zur Gegenwart gehören Arbeiten von Étienne-Jules Marey («Analyse des Flugs einer Möwe»), Walter Benjamin, Edgard Varèse und Iannis Xenakis, Mary Wigman und Robert Walser, Allan McCollum, Joseph Beuys und Pierre Boulez. Bertolt Brechts Filmversuche über eine Theateraufführung sind ebenso zu sehen wie John Cages Partiturzettelchen, Aufzeichnungen von Beuys während eines Interviews und die Farbskizze einer Choreographie von Rudolf von Laban.
Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen, herausgegeben von Appelt, von Amelunxen und Weibel - ca. 350 Seiten mit Farb- und Schwarzweiß-Fotos zum Preis von 39 Euro im ZKM, 45 Euro im Buchhandel.
(Internet: http://on1.zkm.de/zkm/ausstellungen/notation)
Der Weg ist das Ziel - ZKM wagt spannenden Blick auf Kunstprozess Von Martin Oversohl, dpa
Karlsruhe (dpa/lsw) - Der Weg ist das Ziel - nicht nur auf Reisen, auch in der Kunst. Denn nicht immer zählt das, was am Ende eingerahmt im Museum auf den Betrachter wartet. Inbegriff der Kunst ist oft schon der kreative Ablauf von der Idee über das Konzept und den ersten Entwurf bis hin zum Werk. In seiner neuen Ausstellung «Notation. Kalkül und Form in den Künsten» hat sich das Karlsruher Zentrum für Kunst- und Medientechnologie dieses Ablaufs angenommen und wagt einen spannenden Blick hinter die Kulissen der Moderne. Zettel, Partituren und Drehbücher, Fotos, Skizzen und Zeichnungen - nichts ist abwegig genug, um nicht die schöpferische Kraft der Kunstproduktion zu verdeutlichen. Zudem setzt sich die Schau mit dem künstlerischen Experiment und dem Forschen nach Formen auseinander.
«Leicht machen wir es dem Besucher nicht», erklärt einer der Kuratoren, der Bildwissenschaftler Hubertus von Amelunxen, vor Beginn der Ausstellung am Donnerstag. «Man muss sich Zeit lassen und sich inspirieren lassen.» Rund 500 Werke von mehr als 100 Künstlern entwickeln nun in den kommenden Monaten in den Hallen des ZKM ein Eigenleben. Da spielt es für die Organisatoren der Schau um ZKM- Direktor Peter Weibel keine Rolle, ob es um Musik geht, um Film, Tanz, Literatur oder bildende Kunst. Erläuterungen erspart sich das Museum in den meisten Fällen. Der Betrachter sieht, was er weiß oder lässt seinen Gedanken freien Lauf.
Neben Musikern wie John Cage gehören Choreographen und Komponisten, Theater- und Filmemacher, Schriftsteller und Architekten zum Ensemble. Zu den markanten Ausstellungsstücken aus allen Bereichen der Kunst von 1900 bis zur Gegenwart gehören Arbeiten von Étienne-Jules Marey («Analyse des Flugs einer Möwe»), Walter Benjamin, Edgard Varèse und Iannis Xenakis, Cy Twombly, Mary Wigman und Robert Walser, Allan McCollum, Joseph Beuys und Pierre Boulez. Bertolt Brechts Filmversuche über eine Theateraufführung sind ebenso zu sehen wie John Cages Partiturzettelchen, gekritzelte Aufzeichnungen von Beuys während eines Interviews und die Farbskizze einer Choreographie von Rudolf von Laban. «Diese einzelnen Werkschritte werden in sich bereits als Kunstwerk erachtet», erklärt von Amelunxen.
«Notation» ist ein Gemeinschaftsprojekt des ZKM und der Berliner Akademie der Künste, die die um einige Werke reduzierte und weit weniger technisch gewichtete Ausstellung bereits im Herbst vergangenen Jahres gezeigt hatte. Kuratiert wurde sie von Künstler Dieter Appelt, Wissenschaftler von Amelunxen und Medienkünstler Weibel. Als Notation wird in der Welt der Musik das Aufzeichnen von Tonfolgen in einer Notenschrift ebenso verstanden wie das sinnstiftende Zeichensystem selbst.
Die Ausstellung ist vom 1. März bis zum 16. Juli montags bis freitags von 10.00 bis 18.00 Uhr sowie an Wochenenden von 11.00 bis 18.00 Uhr zu sehen. Der Eintritt kostet 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen, herausgegeben von Appelt, von Amelunxen und Weibel - ca. 350 S. mit Farb- und Schwarzweiß-Fotos zum Preis von 39 Euro im ZKM, 45 Euro im Buchhandel.
(Internet: http://on1.zkm.de/zkm/ausstellungen/notation)
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