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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




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Auke de Vries / Nester / Museum Wiesbaden, 1. März - 17. Mai 2009 PDF Drucken E-Mail
Samstag, 28. Februar 2009 um 10:26 Uhr

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Auke de Vries


wie Nester verankern sie sich im Raum, wie Raumschiffe kehren sie aus dem All zur Erde zurück. Sie gehören zu einer Gruppe von sechs Entwürfen, deren Anlass eine gedankliche Intervention war: Was wäre, so dachte sich der niederländische Bildhauer Auke de Vries, wenn sich in einem völlig perfekten Raum, nämlich im Foyer des 2006 vollendeten Mercedes-Benz-Museums in Stuttgart, Kunst einnistet?

Der Auftrag von Auke de Vries an sich selbst bestand darin, diese Eingangshalle gedanklich mit Nestern für die Augen zu bevölkern - erst als Skizze, dann als Modell und schließlich als reale Skulptur mit naturhaft wuchernden oder zu Waben geordneten farbigen Behausungen für unsere Gedanken.

Der Oberlichtsaal des Wiesbadener Museums bietet optimale Bedingungen dafür, die räumliche Wirkung dieser fliegenden Skulpturen zu erproben und da Auke de Vries ein in Wiesbaden gerne gesehener Gast ist, sind seine fliegenden Nester - zusammen mit den Skizzen und Modellen - nun bis Mitte Mai hier in einem der beiden großen Oberlichtsäle zu sehen.

Für Auke de Vries steht eine Skulptur nicht notwendig auf festem Boden. Schon 1982 ließ er die Elemente seines Maasbeldes in Rotterdam einige Meter über dem dahin fließenden Wasser schwanken. Zwanzig Jahre später schwebten elf Tonnen Metall in den Himmel über Berlin ein, um sich auf dem Dach des Daimler-Gebäudes am Potsdamer Platz niederzulassen. Andere Skulpturen haben zwar punktuelle Bodenhaftung, scheinen sich aber mit spielerischer Leichtigkeit in die Luft zu heben. So auch die im Jahre 2006 die Skulptur auf dem Wiesbadener Kranzplatz, deren Bänder, Hüte, Schirme und Trichter fröhlich gen Himmel tänzeln.

Originaltext: Museum Wiesbaden



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