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Samstag, 28. Februar 2009 um 10:35 Uhr |
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Nationalsozialisten, Lohse, Wächtler
Das Haus zeigt 73 Arbeiten, darunter das berühmte Porträt der Puffmutter Lissy im roten Kleid vor maskenhaft verzerrten Freiern. «Im Vergleich zu Paula Modersohn-Becker hat sie viel aggressiver, viel sexueller gearbeitet: ohne Tabus», sagte Kuratorin Verena Borgmann am Freitag. Die Ausstellung über die 1940 von den Nationalsozialisten ermordete Lohse-Wächtler (1899-1940) ist bis zum 3. Mai zu sehen.
Als eine der ersten Frauen wagte sich die Pionierin der Moderne auf den Hamburger Kiez, um zu zeichnen. In St. Pauli skizzierte sie Dirnen, Musiker und dramatische Liebesszenen. Wie ihre Malerkollegen Otto Dix und George Grosz überzeichnete sie dabei die Menschen, ohne sie jedoch vorzuführen. Die gezeigten Bilder, viele davon aus Privatbesitz, sind bis auf wenige Ausnahmen zwischen 1929 und 1931 entstanden. Als die Nationalsozialisten Lohse-Wächtler zwangssterilisieren ließen, versiegte ihre künstlerische Kraft. Fünf Jahre später wurde die Malerin im Zuge des Euthanasie-Programms ermordet.
(Internet: www.pmbm.de)
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