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Samstag, 28. Februar 2009 um 10:43 Uhr |
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Rostock, Werke
Dabei handele es sich um 20 Zeichnungen, 23 Aquarelle, 537 Grafiken, 27 Gemälden und sechs Plastiken, teilte das Kulturhistorische Museum bei der Eröffnung der Ausstellung «Meisterwerke der Moderne. Aus den Beständen der von den Nationalsozialisten 1937 beschlagnahmten Kunst» am Freitag in Rostock mit. Ein entsprechendes Fax des Bundesamts für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen liege vor. Mit der Eigentumsübertragung solle gewährleistet werden, dass dieser einzige in Deutschland erhaltene zusammenhängende Bestand aus der Aktion «entartete Kunst» komplett erhalten bleibt.
Die Werke lagerten seit 1947 in Rostock. Ansprüche von Privatpersonen konnten nicht festgestellt werden. Die Vorbesitzer der Werke seien in jedem Fall Museen im ehemaligen deutschen Reichsgebiet gewesen, hieß es. Der Bestand und seine Geschichte seien einmalige Zeugnisse deutscher Vergangenheit.
Die Nationalsozialisten hatten 1937 in öffentlichen Museen mehr als 21 000 Kunstwerke beschlagnahmt. Ein Teilbestand habe sich bei Kriegsende im Besitz des Güstrower Kunsthändlers Bernhard Böhmer befunden. Nach dem Selbstmord Böhmers und dessen Frau 1945 habe deren Schwester für den noch unmündigen Sohn des Ehepaares den Nachlass verwaltet. 1947 konfiszierte die Zentralstelle für Volksbildung 34 Ölgemälde, neun Plastiken und rund 1000 Grafiken. Diese Werke wurden dem Rostocker Museum übergeben. Diverse Kunstwerke wurden an Museen in Berlin, Stettin, Breslau und Königsberg sowie an weitere in der DDR übergeben. Der Rest blieb in Rostock und wurde in Teilen immer wieder gezeigt und an andere Museen im In- und Ausland verliehen.
Im Kulturhistorischen Museum Rostock werden seit Freitag Werke von 32 einst verfemten Künstlern gezeigt. Die 42 Zeichnungen, Aquarelle und Druckgrafiken stammen unter anderem von Max Pechstein, Franz Marc, Otto Dix, Willi Baumeister oder Lyonel Feininger, sie sind bis zum 24. Mai zu sehen.
(Internet: www.kulturhistorisches-museum-rostock.de)
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