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Kunst, Franken, Kneuer
Allerdings können bei der Schau im ehemaligen Ernst-Sachs-Bad vom 12. November bis zum 14. Februar 2010 nur die Werke von etwa 25 Künstlern gezeigt werden. Kuratorin Sibylle Kneuer erklärt im Interview «Drei Fragen, drei Antworten» der Deutschen Presse-Agentur dpa das Ziel des Projektes und was die zeitgenössische Kunst Frankens ausmacht.
Frau Kneuer, was will die Stadt mit der Triennale erreichen?
Kneuer: «Die Triennale Schweinfurt ist ein Ausstellungsprojekt, das im dreijährigen Rhythmus ein Spiegelbild der Kunst in Franken zeigen möchte - einen Querschnitt durch die Kunst in Franken. Offen ist die Triennale für alle Gattungen der zeitgenössischen Kunst, also alles, was derzeit gemacht wird. Das geht von Skulpturen über Malerei, Grafik, Konzeptkunst, Videokunst, Fotografie, also alles, was es gibt.»
Wer darf alles mitmachen und was wird hier zu sehen sein?
Kneuer: «Mitmachen können alle Künstler, die in Franken leben oder arbeiten, also in Franken wohnen oder geboren sind, egal wo sie derzeit arbeiten. Einreichen können sie bis zu fünf Arbeiten, die nicht älter als drei Jahre sind, also ab dem 1. Januar 2007 entstanden sind. Wir wollen ganz aktuelle Kunst zeigen. Angesprochen sind professionelle Künstler, die hauptsächlich von ihrer Kunst leben. Es soll auch in der Bewerbung durchkommen, was man schon alles gemacht hat und was man für einen Werdegang hat. Das heißt aber nicht, dass jeder Künstler an der Akademie studiert haben muss, denn es gibt auch sehr gute Autodidakten.»
Was macht die Kunstszene in Franken aus?
Kneuer: «Die Kunstszene in Franken ist gar nicht so viel anders als in anderen Regionen. Wir haben sehr qualitätvolle Kunst. Die Künstler stammen aus kleinen Dörfern, sie stammen aber auch aus der Großstadt. Die Franken verschlägt es in alle Winde, und das merkt man auch bei den Bewerbungen. Wir haben vom kleinsten Nest in Unterfranken bis über größere Städte in Deutschland auch Künstler aus New York, Chicago, Finnland und Österreich. Das sind alles Franken, die anderswo leben oder arbeiten. Es ist egal, wo Kunst entsteht. Es zählt nur: ist sie gut oder ist sie weniger gut.
Das beurteilt bei uns eine siebenköpfige Jury, die die Bewerbungen bewertet und aus diesen circa 25 Künstler auswählt, die ausstellen können. Wir erwarten uns qualitätvolle, aktuelle Kunst, die den Spiegel der Gesellschaft und des heutigen Lebens darstellt. Es soll keine Ausstellung nur für Spezialisten oder Kunst-Sachkenner sein, sondern sie soll jedermann ansprechen. Alle Sparten der bildenden Kunst werden vertreten sein. Es wird eine sehr bunte Ausstellung werden.»
Interview: Angelika Röpcke, dpa
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