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Donnerstag, 01. Januar 2009 um 19:28 Uhr |
Santiago, Sierra, Versicherung Das Leuchtdioden-Zählwerk soll bis Silvester 2009 die jeweilige Zahl der Gestorbenen anzeigen und wird am Ende des Jahres etwa die Zahl 55 Millionen erreichen. Der spanische Künstler lieh der Versicherung sein Werk «Todeszähler» und bekam im Gegenzug dafür eine Versicherungspolice über 150 000 Euro. Die Summe wird fällig, wenn Sierra während der einjährigen Aktion sterben sollte. Ein Sprecher der Versicherung lobte Sierras Werk als einen originellen Blick auf die Themen Geld und Tod. Sierra, der 1966 in Madrid geboren wurde und auch in Mexico City lebt, thematisiert in seinen provozierenden Arbeiten immer wieder soziale Ungerechtigkeit oder die Degradierung des Menschen zur bloßen Arbeit. Im März 2006 sorgte er mit einer Kunstaktion in der ehemaligen Synagoge von Pulheim-Stommeln für Entrüstung, bei der er Autoabgase in das Gebäude geleitet hatte. Damit wollte er auf die «Banalisierung der Erinnerung an den Holocaust» hinweisen.
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