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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




artefacti® - Dies ist der Onlineshop des Altenburger Künstlers Michael Külbel. Hier können Sie die abstrakte Kunst des Künstlers direkt erwerben. Jedes Bild ein Unikat. Kein Bild wird mehrfach angefertigt. Der Künstler verfügt über eine aussagekräftige Vita, hatte zahlreiche Ausstellungen und einige Großprojekte. Mehr über den Künstler und seine abstrakte Kunst erfahren Sie auf seiner website www.mk4art.de

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Kunst & Kultur

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Große Tübke-Schau zum Panorama-Jubiläum 2009 in Bad Frankenhausen PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 04. Januar 2009 um 13:22 Uhr

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Ausstellung, DDR, Lindner, Museum, Tübke


Das Monumentalbild des Leipziger Künstlers Werner Tübke zum Deutschen Bauernkrieg von 1525 in Bad Frankenhausen. Zwölf Jahre - von 1976 bis 1987 - hat sich Tübke künstlerisch mit dem Gemetzel im 16. Jahrhundert auseinandergesetzt. Zur Thomas-Müntzer-Ehrung der DDR im Herbst 1989 wurde das Bild der Öffentlichkeit übergeben. Seitdem sahen mehr als zwei Millionen Besucher das 13 Meter hohe Rundbild. Mit einer großen Ausstellung zur Entstehungsgeschichte des Gemäldes feiert das Panorama Museum 2009 sein 20-jähriges Bestehen. Die Schau ist zugleich eine Reminiszenz an den Künstler, der in diesem Jahr 80 Jahre alt geworden wäre.

Die Ausstellung dokumentiert ausschließlich den künstlerischen Werdegang des Bildes, sagt Museumsdirektor Gerd Lindner. Die Geschichte des politischen Auftrages durch die DDR-Regierung ist bereits hinreichend publiziert und bleibt im Hintergrund. Die für das Museum wichtigste Ausstellung des kommenden Jahres öffnet am 27. Juni und schließt am 11. Oktober. Gezeigt werden etwa 50 Zeichnungen und 20 Lithographien Tübkes in Vorbereitung des Monumentalbildes sowie einige großformatige Werkstattarbeiten seiner Mitarbeiter. Es erinnert an die Schlacht und die Niederlage der Aufständischen auf dem Schlachtenberg durch die fürstlichen Landsknechte. Rund 6000 Aufständische wurden getötet. Ihr Anführer, der Prediger Thomas Müntzer, gefangen genommen und hingerichtet.

Wer das Tübke-Bild in dem kreisrunden Museum auf dem ehemaligen Schlachtfeld zum ersten Mal sieht, zeigt sich beeindruckt von der Größe des Werkes und seiner Farbenfülle. Bewunderung und Staunen mischen sich zumeist mit Verwirrung und Ratlosigkeit. Viele Szenen in diesem über 1700 Quadratmeter großen Bild erschließen sich oft erst nach längerem Betrachten oder bleiben dem Betrachter durch die Symbolik ganz verschlossen. Details am oberen Bildrand in 13 Meter Höhe sind nur mit dem Fernglas zu betrachten. Acht Jahre hat Tübke, der zu den bedeutendsten DDR-Malern gehörte, die Szenen vorbereitet. Weitere vier Jahre übertrug er mit acht Künstlerkollegen die 1:10 Fassung auf die Leinwand.

Die in der Sonderschau nachgestellte Übertragung der 1:10-Fassung des Bildes auf die Leinwand wird auf großes Interesse stoßen, ist sich Lindner sicher. Dazu gehört die Durchzeichnung des Urbildes auf eine Klarsichtfolie und das Unterteilen in 900 Quadrate. Von diesen Quadraten wurden damals Schwarz-Weiß-Fotos gemacht, in zehnfacher Vergrößerung auf die Leinwand projiziert und die Konturen der Figuren festgehalten. Besucher der Ausstellung werden auf einem Gerüst das Konturenzeichnen probieren können, verspricht der Museumsdirektor.

Flankiert wird die Tübke-Schau von zwei weiteren Ausstellungen, die dem Werk des Leipziger Künstlers nach den Worten Lindners durchaus ebenbürtig sind. Vom 28. Februar bis 1. Juni präsentiert der Leipziger Grafiker Rolf Münzer 120 Arbeiten. Der 66-jährige Münzer gilt als die international führende Größe in der Schab-Lithographie, sagt Lindner. Vom 31. Oktober bis in den Februar 2010 hinein stellt das Museum Zeichnungen, Druckgrafiken und Gemälde des Franzosen Jean-Pierre Velly aus. Velly, der 1990 auf tragische Weise mit 46 Jahren ums Leben gekommen ist, erinnert in seinem Werk an Albrecht Dürer.

Das Museum hat sich auf zeitgenössische Künstler spezialisiert, die von der Kunstgeschichte inspiriert und handwerklich perfekt sind. Die Künstler seien in ihren Herkunftsländern sehr populär, werden in deutschen Museen aber zumeist nicht ausgestellt. Das Konzept des Panorama Museums ist deshalb europaweit fast einzigartig, ist sich Lindner sicher.

Im Jubiläumsjahr wird die Umgestaltung des Museumsvorplatzes in eine italienische Piazza mit Grün, Wasserspielen und Café nach mehrjähriger Unterbrechung wieder aufgenommen. Bis zur Tübke-Ausstellung sollen die wichtigsten Arbeiten abgeschlossen sein. Finanziert wird das Vorhaben von Bund und dem Land Thüringen.

(Internet: www.panorama-museum.de)


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