| US-Architekt Meier für neuen Küchenanbau bei Arp Museum im Gespräch |
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| Donnerstag, 08. Januar 2009 um 07:15 Uhr | ||
Arp, Museum, Küche, MillionenInsgesamt seien gemäß einer ersten «Grobschätzung» rund zwei Millionen Euro für die Baumaßnahme im Landeshaushalt eingestellt, teilte das rheinland-pfälzische Finanzministerium in Mainz am Mittwoch mit. Meier hatte bereits den Neubau der 2007 eröffneten Kultureinrichtung in Remagen-Rolandseck geplant. Das blendend weiße Gebäude ist mit dem Künstlerbahnhof Rolandseck verbunden, der auch die Restauration des Museums beherbergt. Der Anbau soll bei dem spätklassizistischen Bahnhof entstehen. Der Gebäudekomplex zeigt unter anderem Werke des deutsch-französischen Dadaismus-Mitbegründers Hans Arp (1886-1966). Laut Finanzministerium ist die jetzige Küche unter anderem wegen des boomenden Tagungsgeschäfts und anderer Veranstaltungen in den beliebten hochherrschaftlichen Räumen des Bahnhofs längst zu klein geworden. Das zuständige Gewerbeaufsichtsamt habe daher mit der Schließung der ursprünglich nur als Bistro geplanten Restauration gedroht. «Das brachte uns in Zugzwang», hieß es im SPD-geführten Finanzministerium. Daher solle 2010 ein funktionaler und möglichst wenig sichtbarer Anbau am Bahnhof errichtet werden, um dort eine größere Küche unterzubringen. Die oppositionelle CDU-Landtagsfraktion kritisierte dies als weiteres Beispiel für das «Planungschaos» beim Arp Museum. Derzeit laufen nach Angaben des Finanzministeriums Verhandlungen mit dem Büro Meier. Allerdings gebe es rechtlich eine Grenze: Sollte die reine Planungsleistung mit mehr als 200 000 Euro zu Buche schlagen, müsste es zu einer Ausschreibung kommen, auf die auch andere Architekten reagieren könnten. Die CDU-Fraktion monierte, die SPD-Landesregierung habe mit einem Millionenhonorar für Meier ein Museum gebaut, das nach eigenen Worten in der «ersten Bundesliga» mitspielen solle, und dabei die Küche vergessen. «Das Planungschaos der Landesregierung führt dazu, dass nun weitere Millionen Euro aus Steuermitteln für das sogenannte Arp Museum fließen müssen.» Das Finanzministerium wies die Kritik zurück. Ursprünglich sei gar kein größeres Tagungsgeschäft im Arp Museum geplant gewesen. Nun werde das Haus von seinem eigenen Erfolg überrollt. «Das Arp-Museum ist außerdem eines der wenigen großen deutschen Museen, dessen Neubau ziemlich genau im Budgetrahmen geblieben ist», sagte ein Sprecher. Beim geplanten Küchenanbau entfalle von den rund zwei Millionen Euro voraussichtlich nur die Hälfte auf den reinen Bau. Die andere Hälfte der Summe werde unter anderem benötigt für Abbrucharbeiten, Hangsicherung sowie Sicherung der Bahnstrecke zwischen den beiden Museumsgebäuden. Das 33 Millionen Euro teure Arp Museum war wegen umstrittener Vereinbarungen und unklarer Wertigkeit von Kunstwerken oft in die Schlagzeilen geraten. Seit einem Jahr beschäftigt sich auch ein Untersuchungsausschuss des Landtags mit den Querelen vor der Eröffnung im Herbst 2007. [Arp Museum]: Hans-Arp-Allee 1, Remagen (Internet: www.arpmuseum.org) |
























































