| China, Dr. Motte und Brasilien: 20 Jahre Haus der Kulturen der Welt |
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| Freitag, 09. Januar 2009 um 07:00 Uhr | ||
Kulturen, Welt, Berlin, ChinaEs reicht von Einblicken in die chinesische Kultur und den brasilianischen Film bis zu Happenings, Wassermusik und einem Auftritt des Love-Parade-Gründers Dr. Motte. Unter dem Motto «Dr. Motte präsentiert: Party like it's 1989» lässt er das Jahr musikalisch auferstehen, in dem Berlin mit der ersten Love Parade zur Welthauptstadt der Technoszene wurde, wie die Veranstalter am Donnerstag auf der Jahrespressekonferenz des Hauses der Kulturen mitteilten. «Als 1989 das Haus der Kulturen der Welt noch vor dem Mauerfall gegründet wurde, war dies ein visionärer Akt», betonte Intendant Bernd M. Scherer zum Jubiläum. «Damals wollten die Gründungsväter nichteuropäischen Kulturen ein Forum in Berlin bieten, um Deutschland mit größtenteils unbekannten Kulturen bekannt zu machen.» In den letzten 20 Jahren seien diese Gesellschaften aber immer mehr ins Zentrum der Weltpolitik gerückt und bestimmten damit auch die deutsche Gesellschaft mit. Das gelte für die neuen ökonomischen Mächte wie China und Indien, wie für Afghanistan und den Nahen Osten, aber auch zunehmend für Afrika und Lateinamerika. Das Programm «1989 - Globale Geschichten» eröffnet im Februar das Jubiläumsjahr des Hauses in der ehemaligen Kongresshalle am Kanzleramt. Die Thementage über ein «Schlüsseljahr in der Geschichte des 20. Jahrhunderts» wollen mit Gesprächen, Filmen, Ausstellungen, Jugendworkshops und Radiosendungen Schlaglichter auf Ereignisse werfen, die die Welt verändert haben. Im Juni geht es dann um neue Konzepte für die Einwanderungsgesellschaft bei einem Symposium, da bisherige Konzepte für eine multikulturelle Gesellschaft verstärkt kritisiert, «für die Entstehung von Parallelgesellschaften verantwortlich gemacht oder gar als gescheitert erklärt» würden. Ein besonderes Geburtstagsgeschenk an das Haus der Kulturen gibt der aus Argentinien stammende und in Kanada und Thailand aufgewachsene Aktionskünstler Rirkrit Tiravanija. Dazu lädt er im September befreundete Künstler von Berlin bis Katmandu und einen Koch zum multikulturellen Festival «20 Jahre - Neun Happenings» ein. «Literatur und Kultur aus China» werden im Oktober vorgestellt. China ist Gastland der diesjährigen Frankfurter Buchmesse. Eine Auswahl des Internationalen Filmfestivals von Rio de Janeiro gibt im November einen Einblick in das aktuelle brasilianische Filmschaffen. (Internet: www.hkw.de) |
























































