| Intendant Fleck will Bundeskunsthalle wieder Ansehen verschaffen |
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| Samstag, 10. Januar 2009 um 10:35 Uhr | ||
Kunst, Bundeskunsthalle, Fleck, IntendantEr sei optimistisch, dass er den hohen Erwartungen an das renommierte Haus gerecht werden könne, sagte der 51-jährige Österreicher am Freitag bei seiner Amtseinführung in Bonn. Mit dem bisherigen Direktor der Hamburger Deichtorhallen werde es einen «Neuanfang» bei der Bundeskunsthalle gegen, sagte Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU). Die Bundeskunsthalle sei in einem «hervorragenden Zustand» und weltweit eines der führenden Ausstellungshäuser, sagte Fleck. «Das Haus hat einen guten Ruf - national und international.» Im Umkreis gebe es eine so dichte und gute Museumslandschaft wie sonst nirgendwo auf der Welt. Die beiden Hauptprogrammlinien von kulturhistorischen Ausstellungen und Kunstschauen würden weiter geführt. Fleck sei ein «exzellenter Ausstellungsmacher von internationalem Rang», sagte Neumann. Ihm werde es gelingen, diese für die Bundesrepublik Deutschland wichtige Kulturinstitution wieder in eine Spitzenstellung zu bringen. Der Bund bekenne sich weiterhin zu seiner Verantwortung für die Kultur in der Bundesstadt Bonn. Die 1992 gegründete Bundeskunsthalle wird vom Bund mit jährlich mehr als 16 Millionen Euro gefördert. Nach Vorwürfen des Bundesrechnungshofs über wirtschaftliche Fehler und einem Millionendefizit war der langjährige Intendant Wenzel Jacob 2007 entlassen worden. Als Interimsintendant hatte der Schweizer Christoph Vitali seither für 14 Monate die Bundeskunsthalle geleitet. Das Oberlandesgericht Köln hat die Form der Entlassung Jacobs inzwischen für unrechtmäßig erklärt und den Bund verpflichtet, Jacob «in einer seiner früheren Tätigkeit als Intendant und Direktor vergleichbaren leitenden Stellung weiter zu beschäftigen». Eine Lösung wird noch gesucht. Nach wirtschaftlichen Problemen und einem deutlichen Besucherrückgang muss die Bundeskunsthalle noch mit einem Schuldenberg in Millionenhöhe kämpfen. «Die Fehler der Vergangenheit» seien aufgearbeitet worden und die Bundeskunsthalle sei jetzt wieder «auf das richtige Gleis gesetzt» worden, sagte Neumann. Fleck studierte Kunstgeschichte, Geschichte, Philosophie und Geografie. Seit 1982 arbeitete er als internationaler und freier Kritiker und Ausstellungsmacher und machte sich unter anderem als Frankreich-Korrespondent des Kunstmagazins «Art», als Co-Kurator der 2. Europäischen Biennale für zeitgenössische Kunst Manifesta in Luxemburg sowie als Kommissär des österreichischen Beitrags der 52. Kunstbiennale in Venedig (2007) einen Namen. Bevor er 2004 Direktor der Deichtorhallen Hamburg wurde, leitete er von 2000 bis 2003 die Kunsthochschule in Nantes. |
























































