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Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




artefacti® - Dies ist der Onlineshop des Altenburger Künstlers Michael Külbel. Hier können Sie die abstrakte Kunst des Künstlers direkt erwerben. Jedes Bild ein Unikat. Kein Bild wird mehrfach angefertigt. Der Künstler verfügt über eine aussagekräftige Vita, hatte zahlreiche Ausstellungen und einige Großprojekte. Mehr über den Künstler und seine abstrakte Kunst erfahren Sie auf seiner website www.mk4art.de

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Kunst & Kultur

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«Meine Idee von Weimar...» - Thüringen feiert 90 Jahre Bauhaus PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 11. Januar 2009 um 17:08 Uhr

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Apolda, Bauhaus, Weimar, Feininger

«Ich glaube bestimmt, dass Weimar gerade um seiner Weltbekanntheit willen der geeignetste Boden ist, um dort den Grundstein einer Republik der Geister zu legen.» 90 Jahre später konstatiert Hellmut Seemann, Präsident der Klassik Stiftung Weimar: «Die Welt hat vergessen, dass das Bauhaus aus  Weimar und nicht aus Dessau und Berlin kommt.»

Unter dem Motto «Das Bauhaus kommt 2009» erinnert die Region um Weimar deshalb an die Gründung des Staatlichen Bauhauses vor 90 Jahren in der Klassikerstadt. Allein neun Ausstellungen werden über das Jahr den Werdegang, die Leistungen und das Schicksal der bedeutendsten Gestaltungshochschule des 20. Jahrhunderts dokumentieren. Mit dem vergessenen Wegbereiter der Moderne, dem Maler Alfred Hoelzel (1853-1934), hat das Kunsthaus Apolda am Sonntag den Reigen der Sonderschauen eröffnet. Hoelzel schuf bereits 1905 sein erstes nahezu gegenstandsfreies Bild, fünf Jahre vor dem für seine abstrakte Malerei berühmten Wassily Kandinsky. Bauhäusler war Hoelzel nicht.

 Dass das Bauhaus vor allem mit Berlin und Dessau verbunden werde, das habe auch mit deutscher Geschichte wie der Vertreibung der Bauhäusler 1925 aus Weimar und der Schließung der Schule 1933 durch die Nationalsozialisten zu tun. Heute besuchten mehr Ausländer die Wirkungsorte der Bauhäusler als Deutsche, sagt Seemann. Die Stiftung in Weimar ist Hüterin der reichen Schätze aus der «Sturm- und Drang-Zeit» der Bauhausmeister und ihrer Schüler. 2013 - so das anspruchsvolle Ziel - soll ein neues Bauhaus-Museum eröffnet werden.

Mit Hunderten von Veranstaltungen - Sonderschauen, Tagungen, Konzerten, Vorträgen, Theaterprojekten, Filmreihen und Führungen - wollen Weimar und die umliegenden Städte Apolda, Jena und Erfurt bereits im Jubiläumsjahr verdeutlichen, dass der Ruf und das Erbe der Bauhäusler bis heute in Thüringen lebendig ist. Mehr als vier Millionen Euro von der öffentlichen Hand und  Förderern stehen den fünf Partnern der «ImpulsRegion» dafür zur Verfügung, darunter 1,7
Millionen Euro vom Freistaat.

Weimar startet am 1. April in die Festwoche. Das Datum gilt als «Schicksalstag» des Bauhauses Weimar: Am 1. April 1919 von Gropius gegründet, musste es auf den Tag genau sechs Jahre später aus Geldmangel und wegen rechter Anfeindungen in Weimar schließen und nach Dessau ziehen. Die Klassik Stiftung will in ihrer zentralen Ausstellung an vier Orten jeweils andere Facetten der Ideen und Wurzeln des Bauhauses und seiner Verbindungen zur Klassik skizzieren. So ist die Farbenlehre von Goethe in vielfältiger Weise aufgenommen worden. Präsentiert werden - zum Teil im Austausch mit dem Museum of Modern Art (MOMA) in New York - Arbeiten von Lyonel Feininger, Wassily Kandinsky, Paul Klee und Laszlo Moholy-Nagy.

Jena, seit der Goethe-Zeit eng mit Weimar verbunden, will mit zwei Projekten punkten: «Das Bauhaus in Jena» und als Höhepunkt im Herbst «Kandinsky», unter anderem mit Leihgaben aus dem Centre Pompidou in Paris. «Weimar war der Arbeitsort der Bauhaus-Meister, Jena aber der intellektuelle Begegnungsort», sagt Erik Stephan von den Kunstsammlungen Jena. Die Kunsthalle Erfurt bereitet das Ausstellungsprojekt «Kunstlichtspiele - Lichtästhetik der Klassischen
Avantgarde» vor, und Apolda will noch mit zwei Sonderschauen zu Moholoy-Nagy und Feininger Besucher anlocken.

«Weimarer Land ist Feininger Land», erinnert Hellmut Münzberg, Landrat des Landkreises Weimarer Land. «Sowie Sie das Werkverzeichnis von Feininger aufschlagen, haben Sie den Eindruck, das Ortsverzeichnis des Kreises vor sich zu haben.» Dutzende Kirchen und Dorfansichten wie die Gelmerodaer Kirche seien durch Gemälde und Skizzen von Feininger weltberühmt geworden.

Weimar wird im Bauhaus-Jahr auch an das Schicksal von Bauhäuslern im NS-Widerstand erinnern. Die KZ-Gedenkstätte Buchenwald bereitet für den 2. August im Neuen Museum die Ausstellung «Franz Ehrlich» vor. «Die KZ-Gedenkstätte hat viel mehr mit dem Bauhaus zu tun, als gedacht», sagt Gedenkstätten-Direktor Volkhard Knigge. Der Architekt und Designer Ehrlich (1907-1984) habe als Buchenwald-Häftling das Lagertor entworfen und die zynische Inschrift «Jedem das Seine» mit einem Subtext versehen, der vom SS-Lagerkommandanten nicht entschlüsselt werden konnte. Für die Buchstaben wählte er Typen, die von Jost Schmidt und anderen Bauhäuslern entwickelt worden waren.

(Internet: www.bauhaus2009.de)




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