| Kritik an tschechischer EU-Kunst - Künstler Cerny schweigt |
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| Mittwoch, 14. Januar 2009 um 06:54 Uhr | ||
Künstler, Cerny, EntropaInternet-Recherchen konnten die Existenz einiger der angeblich 27 beteiligten Künstler nicht belegen, berichtete die Prager Nachrichtenagentur CTK am Dienstag. So habe man etwa die Österreicherin Sabrina Unterberger und den Griechen Angelo Navridis nicht ausfindig machen können, obwohl ihre in der offiziellen Begleitbroschüre genannten Lebensläufe internationale Präsenz nahelegen. Der Initiator der Riesenskulptur, der tschechische Künstler David Cerny (41), äußerte sich zunächst nicht zu dem Bericht. Die tschechische EU-Ratspräsidentschaft forderte Cerny unterdessen auf, zur Vernissage von «Entropa» am Donnerstag alle beteiligten Künstler mitzubringen, um «Zweifel an der Identität der Künstler zu zerstreuen». Die als Collage gestaltete Installation soll mit ihren Beiträgen aus allen 27 EU-Mitgliedsstaaten nach tschechischer Interpretation die kulturelle Vielfalt Europas ausdrücken. Für Deutschland hat der Broschüre zufolge Helmut Bauer ein aus stilisierten Autobahnen bestehendes Labyrinth beigesteuert. Allerdings konnte CTK unter dem Namen nur einen Dekorateur ausfindig machen. Cerny hingegen ist in Deutschland durch die Bronzeskultpur «Quo Vadis» bekannt, die als vierbeiniger Trabbi im Original in Leipzig und als Kopie im Park der Deutschen Botschaft Prag an die Ausreise von DDR-Bürgern im Herbst 1989 erinnert. Mit «Entropa» war er von der tschechischen Regierung beauftragt worden. Cerny ist für sein von Witz und Ironie geprägtes Kunstverständnis bekannt. |
























































