| Willi Sitte Galerie Merseburg kämpft ums Überleben |
|
|
|
| Freitag, 16. Januar 2009 um 08:02 Uhr | ||
Sitte, Weißbach«Im Sommer ist das Geld alle, dann müssen wir nach derzeitiger Lage schließen», sagte Vize-Vorstand Jürgen Weißbach am Donnerstag der dpa und bestätigte einen Bericht der «Bild»-Zeitung. Die Hoffnungen der Galeriebetreiber ruhen nun auf der Stadt und dem Saale-Kreis, von denen es bislang keine finanzielle Unterstützung gab. Die 550 Quadratmeter große Galerie am Merseburger Dom war 2006 zum 85. Geburtstag von Sitte eröffnet worden. Sie hat auch mit einem dramatischen Besucherrückgang zu kämpfen. Der Vorstandschef der Wille Sitte Stiftung, Hans-Hubert Werner, äußerte sich weniger skeptisch als Weißbach. «Von einer Schließung der Galerie kann jedoch keine Rede sein», sagte Werner der «Mitteldeutschen Zeitung (Freitag). Die Lage sei aber sehr angespannt, derzeit fehlen in der Planung für 2009 noch mehrere zehntausend Euro. «Wir werden aber nicht scheitern, sondern das Geld zusammen bekommen.» Der in Halle lebende 87 Jahre alte Maler gilt als einer der bedeutendsten Künstler der Gegenwart, ist wegen seiner Rolle als DDR-Kulturfunktionär aber umstritten. Weißbach sagte, am Anfang sei es immer voll gewesen, jetzt kämen an manchen Tagen nur vier Besucher. In den ersten beiden Jahren nach der Eröffnung seien rund 30 000 Besucher gezählt worden, im vergangenen Jahr nur noch etwa 3000. «Diejenigen, die zu uns kommen, sind immer völlig perplex, dass es nicht der Sitte ist, den sie aus der Schule kennen.» Zur Sammlung zählen 300 Gemälde sowie 1000 Zeichnungen und Grafiken, die in wechselnden Schauen zu bestimmten Themen präsentiert werden - etwa «Lust und Liebe» und «Der arbeitende Mensch». Auch Werke anderer Künstler, die Sitte selbst gesammelt hat, gehören zum Repertoire. (Internet: www.willi-sitte-galerie-merseburg.de) |
























































