| Zeuge: Entstehung des Arp Museums mit «kriminellen Akt» belastet |
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| Samstag, 17. Januar 2009 um 11:56 Uhr | ||
Wasmuth, Hagenbach, MillionenDer Gründer des dortigen Arp Vereins, Johannes Wasmuth, habe die Witwe und Erbin des Dadaismus- Mitbegründers Hans Arp «sittenwidrig» zur Überlassung eines Kunstvermögens im Wert von 200 Millionen Mark ohne Gegenleistung überredet, sagte der Jurist am Freitag als Zeuge im Mainzer Arp- Untersuchungsausschuss. Das Gremium des rheinland-pfälzischen Landtags soll klären, ob es bei Planung und Bau des Museums zu Fehlern der Landesregierung und Verschwendung von Steuergeld gekommen war. Der private Arp Verein hatte dem Land einst eine Sammlung mit 404 Arp-Werken für 20 Millionen Mark verkauft. Nach Daubes Darstellung bekam Arps Witwe Marguerite Arp-Hagenbach,die in Frankreich lebte, 1976 einen Steuerbescheid über zehn Millionen Franc. «Die hatte sie gar nicht. Sie war entsetzt», berichtete der Zeuge. Wasmuth habe ihr aber gesagt, mit der Übertragung in eine deutsche Stiftung - seinen Verein - in Remagen könne sie das Arp-Erbe vor dem Zugriff des französischen Fiskus retten. Arp-Hagenbach habe nur einen Tag nach einem Blutsturz mit fast völliger Blindheit diesem Vorschlag bei einem Notar zugestimmt. «Das war die Täuschung einer alten Frau», sagte Daube am Rande der Sitzung. SPD-Landtagsabgeordnete zogen in einer Pause Teile seiner Aussage in Zweifel: Beispielsweise müssten Notare genau prüfen, ob Vertragspartner bei Unterschriften wirklich im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte seien. Der Umstand, dass der Remagener Arp-Verein eine große Sammlung von Werken des deutsch-französischen Bildhauers besitzt, war der Grund für den Bau des 33 Millionen teuren Arp Museums. 2007 wurde das umstrittene Prestigeprojekt der rheinland-pfälzischen Landesregierung eröffnet. Arp-Hagenbach und Wasmuth leben heute beide nicht mehr. |
























































