| US-Künstler Andrew Wyeth gestorben - Maler der «Helga»-Serie |
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| Samstag, 17. Januar 2009 um 12:04 Uhr | ||
Wyeth, HelgaEr starb am Donnerstagabend (Ortszeit) in einem Vorort von Philadelphia im Schlaf, teilte eine Sprecherin des Brandywine River Museums im US-Bundesstaat Pennsylvania am Freitag mit. Er wurde 91 Jahre alt. Die Bewunderung seiner Landsleute gewann er mit seinen einfühlsamen Landschaftsbildern, nostalgischen Szenen aus dem Alltag der Bauern und Porträts junger Frauen. Als sein bekanntestes Werk gilt das Bild einer verkrüppelten jungen Frau in einem rosafarbenen Kleid, die durch ein Feld auf ihr düster wirkendes Haus in der Ferne zugeht: «Christina's World». Das Gemälde hängt im New Yorker Museum of Modern Art und gilt als eines der rätselhaftesten Kunstwerke des 20. Jahrhunderts. In den 1980er Jahren sorgte Wyeth für Überraschung, als er eine Serie von 45 Aktbildern und 200 Skizzen eines Nachbarmädchens vorstellte. Wyeth hatte die Bilder von Helga Testorf, einer jungen Frau aus seinem Wohnort Chadds Ford, heimlich über 15 Jahre gemalt. Nicht einmal seine Frau wusste von der «Helga»-Serie. Betsy Wyeth hatte so wenig wie die meisten anderen Betrachter Zweifel daran, dass die Ölgemälde, Zeichnungen und Radierungen eine intime Beziehung zu der gebürtigen Deutschen Helga dokumentierten. Erst Jahre später räumte Wyeth «Liebe» als Motiv für die Arbeiten ein. Helga äußerte sich in der Öffentlichkeit nie. Manche Kritiker taten den bei vielen Amerikanern enorm populären Wyeth als «reinen Illustrator» ab. Als in den Feuilletons seine Einstellung zur Moderne angeprangert wurde, die für ihn nicht mehr als eine «langweilige Übergangsperiode der Kunst» war, wollte er von Kunstkritikern nichts mehr wissen: «Ich lasse nicht zu, dass sie meine alten Tage ruinieren», entschied er. |
























































