|
Mittwoch, 21. Januar 2009 um 07:38 Uhr |
|
Karlsruhe, Künstler, Platschek
Er wird nach Angaben der Veranstalter vom Dienstag während der Kunstmesse art KARLSRUHE am 5. März mit der Auszeichnung gewürdigt. Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert und wird zum zweiten Mal verliehen. Zur Premiere im vergangenen Jahr war der Lyriker und Cartoonist F. W. Bernstein ausgezeichnet worden.
Der Preis erinnert an den deutschen Maler und Publizisten Hans Platschek (1923-2000), der seine Heimat auf der documenta in Kassel und auf der Biennale in Venedig vertrat. Bekannt wurde Platschek auch als Kritiker und Autor unter anderem von «Über die Dummheit in der Malerei». Mit dem Hans-Platschek-Preis der gleichnamigen Stiftung werden nach art-Angaben experimentierfreudige Künstler ausgezeichnet.
Der diesjährige Preisträger Einhoff, geboren 1936 in Magdeburg, nutzt meistens Werkstoffe wie Acrylfarben, Kohle und Sand, um menschliche und tierische Gestalten auf die Leinwand zu bringen. «Die Mimik der Frauen und Männer, die oft vor kargen Kulissen in gedeckter Farbigkeit herumirren, ist rätselhaft», urteilen die art- Organisatoren. Einhoff unterrichtete von 1978 bis 1991 an der Fachhochschule für Gestaltung in Hamburg, Mitte der 1980er Jahre wurde er als Mitglied in die Freie Akademie der Künste in der Hansestadt berufen.
Die art KARLSRUHE für Klassische Moderne und Gegenwartskunst geht in diesem Jahr in die sechste Runde. Vom 5. bis 8. März werden insgesamt 208 Aussteller ihre Kunst in den Messehallen präsentieren. Außerdem erhalten 15 Berliner Galerien erstmals die Chance, auf jeweils 25 Quadratmetern eine sogenannte One-Artist-Show auszurichten. Zum zweiten Mal stiften das Land Baden-Württemberg und die Stadt Karlsruhe den art KARLSRUHE-Preis im Wert von 15 000 Euro, der den Künstler und die Galerie mit der schönsten Einzelpräsentation prämiert. Messe-Kurator Ewald Karl Schrade rechnet auch in diesem Jahr mit «seriösem Wachstum». Im vergangenen Jahr kamen 38 000 Menschen zur art.
(Internet: www.art-karlsruhe.de)
|