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Mittwoch, 21. Januar 2009 um 07:40 Uhr |
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Mannheim, Stadt, Lauter Nachdem er an seinem neuen Arbeitsplatz im Kulturamt fehlt, hat Lauter Urlaub beantragt. Den hat ihm die Stadt aber verweigert. «Wir erwarten, dass er endlich seine Tätigkeit antritt», sagte Siegfried Raatz, persönlicher Referent von Oberbürgermeister Peter Kurz (SPD), am Dienstag und bestätigte Medienberichte. Die Stadt prüft derzeit, ob sie ein weiteres Disziplinarverfahren gegen Lauter einleitet. Wenn möglich, will sie ihm den Beamtenstatus aberkennen. Der Museumschef war im September 2007 vom Gemeinderat abgesetzt worden.
Die Stadt hatte bereits 2008 ein Verfahren wegen des Verdachts der Untreue eingeleitet und vergangenen September Strafanzeige erstattet. Die Staatsanwaltschaft Mannheim prüft Vorgänge, auf die das Rechtsamt vor einem Jahr gestoßen war. Unter Lauters Führung hatte die gemeinnützige Kunsthallen Ausstellungs GmbH im Jahr 2006 deutliche Verluste gemacht. Bei den Ermittlungen wird nun das Defizit von mehr als 400 000 Euro unter die Lupe genommen. Zudem geht es um luxuriöse Dienstreisen und teure Veranstaltungen.
Lauter war seit seiner Absetzung in Mannheim krankgeschrieben. Vor einigen Tagen jedoch erhielt die Stadt die Bescheinigung von einem Berliner Amtsarzt, er sei dienstfähig. Lauter wurde aufgefordert, unverzüglich seinen Dienst in Mannheim anzutreten. Er blieb weg - stattdessen tauchten Medienberichte über eine Reise von ihm nach Chile und seine Teilnahme an einer Ausstellungseröffnung auf. Die Juristen der Stadt prüfen nun, wie dies disziplinarrechtlich zu werten ist. Wann mit einem Ergebnis zu rechnen ist, ist nach Angaben von Raatz offen. «Wir werden das Verfahren aber zügig betreiben», betonte er.
(Internet: www.kunsthalle-mannheim.de)
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