994VD7Q3Z85H


Abstrakte Kunst


von Michael Külbel




artefacti® - Dies ist der Onlineshop des Altenburger Künstlers Michael Külbel. Hier können Sie die abstrakte Kunst des Künstlers direkt erwerben. Jedes Bild ein Unikat. Kein Bild wird mehrfach angefertigt. Der Künstler verfügt über eine aussagekräftige Vita, hatte zahlreiche Ausstellungen und einige Großprojekte. Mehr über den Künstler und seine abstrakte Kunst erfahren Sie auf seiner website www.mk4art.de

artefacti® wird zur Marke


artefacti® wird zur eingetragenen Marke. Mit Wirkung zum 02.06.2008 ist die Wortmarke artefacti® in das Register des Deutschen Patent- und Markenamtes unter den Aktenzeichen 30 2008 005 456.5 / 16 eingetragen worden. Unter der Wortmarke wird die abstrakte Kunst des Künstlers Michael Külbel als auch die Veranstaltung von Ausstellungen geschützt.



Zufallsbild aus meinem Shop

Unseren Feed abonnieren!

Kunst & Kultur

social bookmarks





«Politisch-erotisch-mystische» Kunst - Claes Oldenburg wird 80 PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 22. Januar 2009 um 07:52 Uhr

Share

Oldenburg, Bruggen


«Ich bin für eine Kunst, die politisch-erotisch-mystisch ist, die etwas anderes tut, als in einem Museum auf ihrem Arsch zu sitzen.» Er selbst wählt Alltagsgegenstände, um seinem Vorsatz treuzubleiben. Mehr als 40 Monumentalskulpturen aus grell bemaltem Gips und weichem Vinyl haben Claes Oldenburg und seine Frau Coosje van Bruggen in den vergangenen drei Jahrzehnten entworfen und in Parks oder auf öffentlichen Plätzen installiert. Der gebürtige Schwede und Wahlamerikaner wird am Mittwoch (28. Januar) 80 Jahre alt. Coosje starb wenige Wochen vor seinem Geburtstag 66jährig an Krebs.

Oldenburg gilt seit dem Tod seiner Kollegen Andy Warhol und Roy Lichtenstein als einer der letzten großen Vertreter der Pop-Art. Hätte er alle seine Ideen verwirklicht, so wäre Seattle heute Sitz einer Kathedrale in Form eines Wasserhahns. Und über New Yorks Central Park würde ein riesiger Teddybär schweben.

Die Monumentalskulpturen des Künstlerpaars stellen die Welt mit spielerischer Geste auf den Kopf. In Köln etwa nimmt es eine umgestülpte Eistüte, die wie zufällig vom Himmel gefallen und auf einem Dach im Stadtzentrum gelandet zu sein scheint, mit der majestätischen Domspitze auf. In San Francisco, dem Slogan nach die «Stadt der Liebe», rammten Oldenburg und van Bruggen, eine gebürtige Holländerin, den (überdimensionierten) Pfeil Amors in den Boden.

In Freiburg im Breisgau schuf er einen gewölbten Gartenschlauch, eine 125 Meter lange und elf Meter hohe Skulptur. Für Chicago entwarf das Künstlerpaar einen haushohen Baseballschläger, für Philadelphia eine Wäscheklammer. Venedig bekam einen gigantischen Löwenschweif verschrieben. Auf das Geländer der Universität von Las Vegas setzten sie eine gigantische Taschenlampe, in den Parc de la Villette in Paris ein riesiges Fahrrad, das fast zur Hälfte im Boden eingegraben ist.

In Stockholm am 28. Januar 1929 geboren, kam Oldenburg durch seinen Vater, einen Diplomaten, schon als Kind nach Chicago. Er studierte an der Yale Universität und dem Kunstinstitut von Chicago, bevor er sich in New Yorks Stadtviertel Lower East Side zurückzog. Dort entstand 1961 sein erstes Large-Scale-Projekt «Store», eine Karikatur der Konsumwut mit Riesentorten aus bemaltem Pappmaché, Pepsi-Kronkorken und steifen Herrenhemden.

Mit einem sieben Meter hohen Lippenstift auf einer Raupenkette zog Oldenburg gegen den Vietnamkrieg zu Felde. In den siebziger Jahren lernte er die Kunsthistorikerin Coosje van Bruggen bei einem Projekt im niederländischen Otterlo kennen. Nach der Hochzeit 1977 schufen sie gemeinsam unter anderem einen riesigen zerfetzten Bleistift für die Universität von El Salvador - Symbol für das Überleben des Geistes trotz brutaler politischer Unterdrückung. Für den vor Jahren von Rassenunruhen erschütterten Südstaat Florida entstand ein Paar mit einer fünf Meter hohen kaputten Schüssel mit Obststücken und - schalen.

«Seine magische Fähigkeit, Alltagsgegenstände zu verwandeln, ändert ein für alle Mal unsere komfortable Sicht der Welt», resümierte der Direktor der National Gallery in Washington, Earl Powell, im Zusammenhang mit einer Ausstellung von Oldenburgs wichtigsten Skulpturen, Collagen und Zeichnungen in seinem Haus. Die größte Retrospektive seiner Werke in Zusammenarbeit mit van Bruggen war 2006 im Castello di Rivoli Museum für zeitgenössische Kunst in Turin und anschließend in Barcelona zu sehen. Das letzte gemeinsame Projekt des Ehepaares wird im kommenden Mai in Norwegen installiert: Vier Reißzwecken mit einem Durchmesser von je vier Metern, die einen Abhang hinunter dem Kistefos Museum bei Oslo entgegenzurollen scheinen.



Kommentare (0)
Kommentar schreiben
Ihre Kontaktdetails:
Kommentare:
[b] [i] [u] [url] [quote] [code] [img]   
:D:angry::angry-red::evil::idea::love::x:no-comments::ooo::pirate::?::(
:sleep::););)):0
Security
Bitte geben Sie den Anti-Spam-Code aus diesem Bild ein.