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Freitag, 23. Januar 2009 um 08:05 Uhr |
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Aachen, Kiew, Weltkrieg, Beutekunst
70 der 87 auf der Krim aufgetauchten Bilder seien sicher als Eigentum des Suermondt-Ludwig-Museums identifiziert worden, sagte Museums- Direktor Peter van den Brink am Donnerstag nach seiner Rückkehr von einer Reise in die Ukraine. «Die Bilder sind allesamt in einem nicht guten Zustand», erklärte er. Entgegen anderslautender Berichte habe das Museum in Simferopol erst 2007 mit dem aufwendigen Restaurieren der Werke begonnen.
Ein besonderes Augenmerk der Aachener Delegation galt dem «Überraschungsfund», der «Venus in der Schmiede von Vulkan» (1630) des Antwerpener Künstlers Hendrick de Clerck, das zurzeit restauriert wird. Es werde überlegt, zwei Bilder des Künstlers Peter Snyers (um 1640) aus Aachen und Simferopol nach erfolgter Restaurierung zusammenzuführen und gemeinsam auszustellen. Er hoffe, dass dafür ausnahmsweise eine Genehmigung der Behörden erteilt werde, sagte der Kunstexperte. Ein weiterer Austausch von Bildern zwischen Kiew und Aachen sei dagegen undenkbar. «Kiew gibt keine Zustimmung und in Deutschland würden die Bilder direkt beschlagnahmt werden», sagte van den Brink.
Ein bayerisches Touristenpaar hatte die in dem Museum auf der Krim ausgestellten Bilder zufällig entdeckt. Die Gemälde galten seit dem Zweiten Weltkrieg als verschollen. Den nun begonnenen Dialog zwischen beiden Museen sieht van den Brink als «wegweisend für einen neuen Umgang mit Beutekunst». Er sei sicher, dass weitere ukrainische Museen ihre Depots öffnen und Kunst aus Deutschland zeigen werden, die nach dem Zweiten Weltkrieg in der Ukraine landete.
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