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Dienstag, 27. Januar 2009 um 18:41 Uhr |
Ornamentik, Shaw
Dass Ornamentik in unserer Zeit ungemein politisch sein kann, beweist die Ausstellung «Die Macht des Ornaments», die bis zum 17. Mai in der Orangerie der österreichischen Galerie Belvedere in Wien zu sehen ist. Die Schau umfasst 60 Werke von Künstlern aus Deutschland und Österreich (unter anderem Adriana Czernin, Jörn Stoya, Esther Stocker und Maria Hahnenkamp), den USA und Großbritannien (Sarah Morris, Philip Taffe, Raquib Shaw) sowie zehn Künstlern aus dem Libanon, dem Iran, Indien und Pakistan. Dabei wird deutlich, dass das Ornament längst seine Funktion als reine Verzierung und Flächenfüller verlassen hat. Zeigt die Ornamentik eines Gustav Klimts noch eine Welt des Scheins, so demonstriert sie heute eine kritische Auseinandersetzung mit der Gesellschaft und politischen Systemen; etwa bei der in Frankfurt lebende Iranerin Parastou Forouhar, die sich kritisch mit der Lage in ihrer Heimat auseinandersetzt, oder Raqib Shaw, bei dem Würmer und Folterwerkzeuge die Harmonie des üppig-goldenen Ornaments stören.
(www.belvedere.at)
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