| Weg frei für deutsche Künstlervilla in Istanbul |
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| Donnerstag, 02. Juli 2009 um 15:54 Uhr | ||
Berlin (dpa) - Der Weg zur Gründung einer deutschen Künstlerakademie in Istanbul ist frei. Mit der Bewilligung von sechs Millionen Euro könne bis zum kommenden Jahr die Villa Tarabya in der türkischen Metropole nach dem Vorbild der Villa Massimo in Rom als Künstlerresidenz eingerichtet werden, teilte der haushaltspolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Steffen Kampeter, am Donnerstag in Berlin mit. Der Haushaltsausschuss hatte das Geld bewilligt. In der Villa Tarabya sollen etwa Bildende Künstler, Schriftsteller und Filmemacher mit Stipendien mindestens sechs Monate arbeiten und Kontakt zu türkischen Kollegen pflegen.
Die Errichtung der Künstlerakademie geht auf eine Initiative des Bundestags zurück. Damit soll der deutsch-türkische Kulturaustausch vorangetrieben werden. Damit die Akademie noch 2010 eröffnet werden kann, werde nun das Auswärtige Amt aufgefordert, die notwendigen Sanierungsarbeiten zu beginnen, sagte Kampeter. Im kommenden Jahr sind das Ruhrgebeit und Istanbul Kulturhauptstädte.
Die Villa Tarabya mit einer 18 Hektar großen Anlage liegt 15 Kilometer nordöstlich vom europäischen Zentrum Istanbuls. Sultan Abdülhamid II. hatte das Grundstück dem Deutschen Reich zur diplomatischen Nutzung geschenkt.
Nach früheren Angaben von Kulturstaatsminister Bernd Neumann sollen jedes Jahr 14 Stipendiaten jeweils sechs Monate an ihren Projekten arbeiten. Die Künstler müssten ein besonderes Interesse an der Türkei begründen und erste Arbeiten erfolgreich veröffentlicht haben. Die Künstlerakademie wird als eigenständige Institution unter dem Dach des Goethe-Instituts eingerichtet. Kampeter betonte, der Kulturstaatsminister und das Auswärtige Amt müssten sich nun zügig auf eine Rechtsform einigen. Dabei müsse gesichert werden, dass die Förderung von Kunst und Kultur im Vordergrund steht. |
























































