| Apolda zeigt Textilkunst von Bauhausschülerin |
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| Samstag, 04. Juli 2009 um 07:39 Uhr | ||
Apolda/Dessau (dpa/th) - Mit Textilkunst von Margaretha Reichardt (1907-1984) setzt das Kunsthaus Apolda seine Ausstellungen im Bauhausjahr 2009 fort. Von diesem Sonntag an geben 86 Webarbeiten sowie 25 Zeichnungen und Fotos Einblick in das Lebenswerk der Bauhausschülerin, teilten die Veranstalter am Freitag mit. Die Erfurter Textilgestalterin gehörte zu den bedeutendsten Weberinnen, die aus der vor 90 Jahren in Weimar gegründeten Kunst-und Designschule hervor gegangen sind. Die Schau ist bis zum 30. August zu sehen und wird von einer Ausstellung mit Arbeiten von Reichardt- Schülern im Glockenmuseum Apolda ergänzt.
Im Kunsthaus ist unter anderem die Collage «Die Ballspielenden» aus den Jahren 1930/31 zu sehen, in der Reichardt Erkenntnisse aus dem Unterricht Paul Klees anwendete. Gezeigt wird auch das 1978 bis 1980 entstandene neunteilige Ensemble «Der faustische Mensch», eine Arbeit für das Deutsche Nationaltheater Weimar. Zu einer der letzten Arbeiten der Künstlerin gehört ein Gebetsteppich aus dem Jahr 1982. Die Wandteppiche entstanden zumeist ohne Kartonvorlage. Die ausgestellten Stücke stammen überwiegend aus dem Angermuseum Erfurt und der Stiftung Bauhaus Dessau.
Reichardt war nach Angaben der Apoldaer Ausstellungsmacher eine der letzten Mitarbeiterinnen des Bauhauses in Dessau, von wo die Gestaltungsschule 1932 vertrieben wurde. Die Meisterin der Textilkunst bildete in ihrer Werkstatt in Erfurt-Bischleben zwischen 1933 und 1984 mehr als 50 Lehrlinge aus. Deren Arbeiten stellt das Glockenmuseum Apolda zeitgleich zur Schau im Kunsthaus aus. |
























































