| Neuer Deichtorhallen-Leiter bleibt Linie treu |
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| Sonntag, 05. Juli 2009 um 08:59 Uhr | ||
Kiel (dpa/lno) - Publikumswirksam, aber nicht populistisch, gern kommerziell, aber nicht auf Kosten der Kunst: Dirk Luckow, designierter neuer Leiter der Hamburger Deichtorhallen, will seiner unkonventionellen Linie auch auf dem internationalen Kunst-Parkett der Hansestadt treu bleiben. «Die Deichtorhallen sind ein Ausstellungsglanzstück und verlockend für jeden Künstler dieser Welt», sagte Luckow im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Der 50-Jährige wechselt im Herbst von der Kieler Kunsthalle nach Hamburg. Dort finde er zwar eine ganz andere Situation vor als in Kiel. «Aber ich werde sicherlich nichts völlig anderes machen.»
In Kiel wurde Luckow seit seinem Amtsantritt 2002 vor allem wegen ungewöhnlicher Ideen bekannt. Für die Ausstellung «Der demokratische Blick» etwa machte er die Mitarbeiter des Hauses zu Gastkuratoren und ließ sie ihre Lieblingsstücke aus der Sammlung zusammenstellen. Für «Ballermann. Die Ausstellung» ließ er Jürgen Drews nach Kiel kommen. «Ich suche nicht bewusst das Schräge», sagte Luckow. «Aber ich möchte gerne die Leute erreichen.»
In den Deichtorhallen, die grundsätzlich über keine eigene Sammlung verfügen, soll dies vor allem mit der Verknüpfung mit den Fotografien der angeschlossenen Sammlung Gundlach funktionieren. Die Grenze zur bildenden Kunst sei längst fließend, die Fotografien könnten damit eine Brücke für das Publikum bilden, sagte Luckow. Auch die Sammlung Falckenberg soll nach den Plänen des 50-Jährigen mit den Deichtorhallen kooperieren und die stetig wechselnden Ausstellungen ergänzen.
Ein Künstler, der seine eigenen Werke zeigt und gleichzeitig - in Anlehnung an die Kieler Idee - aus dem Fundus eine zweite Ausstellung kreiert? «Das wäre denkbar», sagte Luckow. «Ich glaube schon, dass ich so etwas da mache.» Er selbst sehe sich als Vermittler zwischen künstlerischem Schaffen und Publikum, trotz ungewöhnlicher Ideen aber nicht als Paradiesvogel. «Ich fühle mich nicht unkonventionell», sagte Luckow. «Ich will aber, dass eine Ausstellung frisch wirkt.»
Sein neues Engagement reize ihn allein schon wegen des Wechselspiels zwischen Industriearchitektur und moderner Kunst, das die Hamburger Deichtorhallen möglich machten. Konkrete Pläne habe er dafür noch nicht. Mehr als bisher werde es ihm um das Ausstellen an sich gehen. «Man muss die Ausstellungen mit diesem speziellen Ort verbinden», sagte Luckow.
Gespräch: Nico Esch, dpa |
























































